Freitag, 24. November 2017

Acer easystore H340 noch etwas aufpolieren

Der H340 ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber für eine Linux basierte NAS ist er immer noch top und das Gehäuse mit 4 x 3,5" Schächten ist schön klein.
Leider braucht man einen Schacht als Systemplatte, das ist in Anbetracht kleiner SSD Platten eigentlich Verschwendung. Das Board hat aber auch nur 4 SATA Anschlüsse. Da ich keine richtig passenden Adapterkombination gefunden habe, musste ich mit dem Lötkolben etwas improvisieren.

Es gibt für unter 10 € den LT304 PCIe mSATA /SATA Adapter in verschiedenen Handelsbezeichnungen. Dazu braucht man nur noch eine mSATA  SSD (8, 16 oder 32 GB) für ca. 20 € und ein kurzes SATA Kabel aus der Bastelkiste.

Das BIOS des H340 kann leider nicht von einem Sata Adapter im Onboard PCIe Slot booten, sondern nur von den onBoard SATA und USB Anschlüssen.
Deshalb kam mir die Idee: Die mSATA Platte einfach adaptieren und mit dem SATA 1 Anschluss auf dem Board und den SATA 1 Anschluss vom Plattenkäfig mit dem SATA Anschluss des LT304 verbinden. Vom Linux OS wird der SATA Adapter sehr wohl erkannt und unterstützt.
Der Adapter kommt also "zwischen" die Sata 1 Verbindung vom Motherboard zum Backplane/HDD Käfig und stellt einen zusätzlichen (fünften) Sata Anschluss:

  • Motherboard PCI - mSataAdapter - mSata - angelötetes Kabel - Sata1 Motherboard
  • Backplane Sata1 - Sata Anschluss am mSataAdapter

Die Modifikation ist minimal. Die im Bild rot markierten Kondensatoren C31-C34 verbinden den asmedia 1601 Chip mit dem mSATA Connector. Diese lassen sich mit einer breiten Lötkolbenspitze leicht entfernen. Damit ergeben sich auf der linken Seite (dem Connector zugewandt) perfekt vier kleine Lötflächen für das SATA Kabel. Ein SATA Kabel wird einfach in entsprechende Länge (ca. 18 cm) abgeschnitten, kurz abisoliert und in richtiger Reihenfolge angeschlossen.
Das flache SATA Kabel ist 1 zu 1 mit den 7 Pins verbunden, neben Pin 7 liegt die Verdrehsicherung.

Kabel   -> Cxx - Pin mSATA
1 - Gnd frei 
2 - Tx+ -> C34 - Tx+(33)
3 - Tx- -> C33 - Tx-(31)
4 - Gnd frei
5 - Rx- -> C32 - Rx-(25)
6 - Rx+ -> C31 - Rx+(23)
7 - Gnd frei
Verdrehsicherung






An der Kante von der Controllerplatine wird das Kabel mit etwas Heißkleber fixiert und kann so nach hinten auf kurzem Wege mit SATA Anschluss 1 auf dem Board verbunden werden. Das Kabel vom Käfig wird einfach an den SATA Anschluss oben am Controller angeschlossen.
Die mSATA  SSD kann praktisch jede x-beliebige Kapazität haben, openmediavault braucht aktuell nur knapp 2 GB an Speicherplatz. Ich habe mich für eine 32 Gb SSD entschieden.

Bei der mechanischen Befestigung muss man etwas in der Bastelkiste suchen, der Controller ist leider ein paar mm höher als Low Profile, so dass kein passendes Slotblech beiliegt. Platz ist aber im H340 genug vorhanden.

openmediavault 1-2-3 fertig

Ein paar Notizen zur Grundeinrichtung

Aktuell gültig für OMV Version 3.086

Manuelle Konfiguration nach der Installation

Ein paar Grundeinstellungen

Immer wenn man die Konfiguration ändert kommt als Abschluss noch ein gelber Balken und man muss den "Anwenden Knopf" drücken. Den kann man auch nach einer Reihe von Änderungen ganz zum Schluß einmal drücken. Wichtig ist im jeweiligen Menü den Speichern Knopf zu drücken

Genaue Zeit
Datum und Zeit
NTP Server benutzen -> aktivieren -> speichern

WOL
Netzwerk
Schnittstellen -> eth0 auswählen -> bearbeiten -> Wake-on-LAN aktivieren -> speichern

Auf Knopfdruck ausschalten
Energieverwaltung
Einschaltknopf -> Herunterfahren -> speichern

Zugang per ssh
Zugriffskontrolle -> Benutzer -> Benutzer auswählen -> bearbeiten
                             -> Gruppen -> ssh anhaken -> speichern -> anwenden

System auf neuesten Stand bringen
Aktuell müssen zwei Pakte mit 0,00 Byte nach der Neuinstallation abgewählt werden, sonst geht die Aktualisierung nicht.

Benutzer zum sudoer machen
Einfach im Terminal (putty)
sudo su
echo "<Benutzer> ALL=(ALL) NOPASSWD: ALL" >> /etc/sudoers.d/22_<Benutzer>-nopasswd

Ein öffentliches Share einrichten

Ziel: keine Anmeldung, kein User, kein Passwort

Dateisysteme -> einbinden der vorhandenen Dateisysteme auf den Platten oder Neue anlegen

Freigegebener Ordner
               -> Hinzufügen -> Namen eintragen
               -> Laufwerk auswählen -> Pfad auswählen
               -> Zugriffsrechte -> jeder:lesen/schreiben -> speichern
         Tab ACL -> rekursiv -> Aktivieren -> anwenden -> schließen

SMB/CIFS -> aktivieren -> Local Master Browser deaktivieren -> speichern
     Tab Freigaben -> hinzufügen -> Freigegebenen Ordner auswählen
                             -> Öffentlich -> nur Gäste -> speichern

Hintergrundinformationen

Die Weboberfläche macht bei der Einrichtung eine Kombination aus Ausführung von Debian Systembefehlen und Speichern von Informationen in der /etc/openmediavault/config.xml
Systembefehle werden sofort ausgeführt und eventuelle Meldungen erscheinen im Fenster.
Änderungen in der config.xml werden sofort in der Umgebung aktiv und mit einem gelben Balken angezeigt aber erst bei "Anwenden" in diese Datei geschrieben.
Genau aus diesem Grund gibt es praktisch keine Möglichkeit die gesamte Konfiguration einfach so zu speichern und wieder herzustellen.

Sonntag, 19. November 2017

Openmediavault von Version 2 auf Version 3 aktualisieren

Update oder neu?

Es gibt zwar einen Updatepfad, aber ich habe mich für Neuinstallation entschieden.

Aber es ist relativ entspannt. USB Stick erstellen, booten und Installation starten.
Die Systemplatte wird dabei gelöscht, alle anderen Platten und Partitionen bleiben erhalten und werden sofort wieder eingebunden. Auch Software RAIDs sind kein Problem.

Allerdings müssen alle Freigaben von Hand wieder eingerichtet werden. Meine Konfiguration war aber eher minimal.

Angenehmer Nebeneffekt: Bei meinem H340 funktionierte die Power Off Funktion nicht zuverlässig (sofort Neustart und erst beim zweiten Shutdown wurde die Box ausgeschaltet). Das funktioniert jetzt sauber!

Tipp

Achtung! Unbedingt den Browser Cache nach der Umstellung löschen. Ansonsten erhält man bei jeder Konfigurationsveränderung unklare Fehlermeldungen!

Handbuch OMV

Samstag, 28. Oktober 2017

Hyper-V in in Arbeitsgruppen remote verwalten

Ich habe mal wieder etwas mit Virtualisierungsumgebungen gespielt. Hyper-V 2016 gibt es ja als freie Version ohne GUI. Damit man mit diesem Server arbeiten kann braucht man schon irgendwie den Hyper-V Manager auf einer Remotestation (Windows 10).
Nur leider so einfach geht das nicht. Die Microsoft Dokumentation beschreibt zwar viel, aber nicht alles. Ich habe hier eine Beschreibung gefunden die funktioniert, allerdings waren mir ein paar Dinge nicht ganz klar. Deswegen habe ich das Ganze nochmal aufgearbeitet.

Integrierte Firewall

Beide Maschinen sollten mit privaten Netzwerken verbunden sein. Im Netzwerk und Freigabecenter kann man das überprüfen. Ansonsten greifen die voreingestellten Firewall Regeln nicht.

Namensauflösung

Der Remote Computer muss vom Steuernden Computer per Hostnamen erreichbar sein! IP Adressen und DNS Namen sind zwar prinzipiell verwendbar, aber auch nur der Hostname muss aufgelöst werden. Notfalls muss die Maschine einfach in der Datei c:\windows\system32\drivers\etc\hosts eingetragen werden.

Einrichtung für Windows 10 Pro -> Hyper-V Server 2016

Man öffnet am Besten auf beiden Stationen eine Powershell als Administrator.

Auf dem Hyper-V Server 2016 muss Remote Management und der Credential Security Support Provider aktiviert werden.
Enable-PSRemoting
Enable-WSManCredSSP -Role server

Auf Windows 10 (bzw. steuernder Computer) muss der Hyper-V Manager und die Tools installiert werden und Remote Management  aktiviert werden.
Ersteres muss man leider per Hand in der GUI tun (Die Powershell macht es nur komplett):
  • Im Punkt Windows-Features aktivieren müssen die Hyper-V Verwaltungstools ausgewählt werden. 
Remote Management  kann man auch per PowerShell Befehl aktivieren.
Enable-PSRemoting

Ergänzung: Neues Notebook und der Eintrag fehlt in Windows-Features? Dann hat man nur Windows 10 Home gekauft? Auf vielen Seiten findet man, wie man Windows Home "aufrüsten" kann (Beispiel). Ich habe mal eine Powershell Variante gebaut, die man so per c&p in die Kommandozeile werfen kann und die die Anzahl der Dateien ausgibt. 
$arr=(gci $env:systemroot\servicing\Packages\*Hyper-V*.mum -name)
$i=$arr.Count
foreach ($datei in $arr) {
dism /online /norestart /add-package:$env:systemroot\servicing\Packages\$datei
$i--
Write-Output "noch $i Dateien zu installieren"
}
dism /online /enable-feature /featurename:Microsoft-Hyper-V -All /LimitAccess /ALL

Ergänzung: für Windows 11

Der obige "Hack" läuft auch unter Windows 11. Leider wird ab Version 24H2 bei einigen Updates der Verwaltungsdienst für virtuelle Computer gestoppt und auf manuellen Start gesetzt. Abhilfe:

Set-Service vmms -StartupType Automatic -PassThru|Start-Service
Um in einer Workgroup eine andere Maschine zu Verwalten muss das Konto der Maschine und ein Admin Konto der zu steuernden Maschine eingetragen werden.
Dazu ein kurzes Script
$server = "<Hostname der zu steuernden Maschine>"
$user = "<lokaler user auf der zu steuerenden Maschine>"
Set-Item WSMan:\localhost\Client\TrustedHosts -Value $server -force
Enable-WSManCredSSP -Role client -DelegateComputer $server -force
cmdkey /add:$server /user:$user /pass
Nach interaktiver Eingabe des Passwortes ist die Konfiguration abgeschlossen.
Nun kann einfach nur der Computername im Hyper-V Manager eingetragen werden und die Verbindung wird hergestellt. Sollte ein Fehler auftreten in Richtung Host wird nicht gefunden oder WinRM Client kann nicht zugreifen, dann bitte die IP Adresse und den Hostnamen in die hosts Datei eingetragen. Warum das so ist weiß ich leider nicht.

Zusätzliche Informationen

Hyper-V Feature installieren

Bei der freien Version Hyper-V Server 2016 sind natürlich alle notwendigen Features installiert. Auf allen anderen Windows und Server Versionen kann man die Installation entweder über Programme und Features oder mit Powershell erfolgen.
Mit Get-<> kann man die möglichen Features ermitteln (3 Varianten):
Get-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName Microsoft-Hyper-V*
Get-WindowsOptionalFeature -Online | ? featurename -match 'Microsoft-Hyper-V*'
Get-WindowsOptionalFeature -FeatureName "Microsoft-Hyper-V*" -online | Format-Table 
Mit Enable-<> oder Disable-<> kann man die Features installieren oder entfernen.
Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName <>
Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName Microsoft-Hyper-V-Tools-All
Leider funktioniert das nicht so wie es in der Doku steht. Ist noch kein Feature von Hyper-V installiert lässt sich keines der Einzelnen Sub-Features mit Powershell installieren. Der übergeordnete Schlüssel wird in der Registry nicht gefunden. Sobald ein Feature installiert ist, können weitere Features auch per PS installiert werden.

Zwischen den Versionen

Die Remote Administration von Hyper-V funktioniert nur einwandfrei untereinander bei gleichen Windows Versionen (Windows 10 und Server 2016). Von Windows 10 einen Hyper-V auf Server 2012 R2 funktioniert nicht. Ob man mit den separaten RSAT Versionen noch etwas erreichen kann habe ich nicht probiert.

Tools, Alternativen und Tipps

Mit cmdkey kann man Anmeldeinformation für Netzwerkobjekte speichern und bearbeiten. Oder man geht in die Systemsteuerung und dort dann:
Systemsteuerung / Benutzerkonten / Anmeldeinformationsverwaltung
Als Dateimanager kann man recht einfach den FreeCommander portabel nachrüsten.

Wird auf der steuernden Maschine selbst ein Hyper-V Host ausgeführt, erzeugt Enable-PSRemoting eine Fehlermeldung. Am Ende funktioniert es trotzdem. Allerdings lässt sich auf einer solchen Station offenbar wegen dem Virtuellen Switch die Netzwerkverbindung (private public) nicht mehr ändern. Die Maske öffnet sich einfach nicht. (Windows 10 pro 1703/Netzwerk und Interneteinstellungen/Status/Verbindungseigenschaften ändern)

Will man nested Hyper-V betreiben, muss man das pro VM aktivieren (Doku):
Set-VMProcessor -VMName <Name der VM> -ExposeVirtualizationExtensions $true

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Homematic Nachrichten sniffen

Der Wiki Artikel dazu ist ziemlich kurz.
Nachrichten Sniffen ist im Prinzip loggen mit speziellen Einstellungen. Dazu wird vor allem der HM IO in einen speziellen Log Modus versetzt. Die Nachrichten landen in der zentralen Logdatei von FHEM.

Durch setzen bzw. modifizieren folgender Attribute wird er Sniffer Modus beim Homematic IO aktiviert:
attr global verbose 1
attr global mseclog 1
attr <IO> logIDs <ID1>,<ID2>

Was genau passiert dadurch?
  • verbose 1 schaltet so ziemlich alles aus. Konzentration aufs Wesentliche!
  • mseclog 1 schaltet die "exakte" Zeit ein, es werden die Millisekunden geloggt.
  • logIDs schaltet das Logging für bestimmte HM Komponenten wieder ein. Dabei können mehrere Angaben mit Komma getrennt werden:
    • all - steht für alle Homematic Geräte
    • sys - steht für Systemnachrichten
    • <HMID> - HMID des Gerätes/Channels für ein oder mehrere selektive Geräte/Kanäle

Normales Logging - Sniffen wieder ausschalten


Ist man fertig mit Sniffen löscht man einfach die zusätzlichen Attribute und versetzt das globale Logging wieder in den gewünschten Zustand (Standard verbose 3)
deleteattr global mseclog
deleteattr <IO> logIDs
attr global verbose 3

Mehrere IOs setzen


Man kann den Namen des <IO> durch einen devSpec ersetzen. Z.B. alle IOs die der VCCU zugeordnet sind.
attr owner_CCU=VCCU logIDs ID1,ID2

deleteattr owner_CCU=VCCU logIDs

Praktisches Beispiel


Ich logge in einer zweiten FHEM Instanz, mein produktives System bleibt wie es ist. Ich sniffe zwei Fernbedienungen
attr global verbose 1
attr global mseclog 1
attr myHmUARTLGW logIDs 101E78,53F520

Wenn man parallel den Event Monitor öffnet kann man sehr gut verfolgen welche Nachrichten und Events zusammengehören. Im Event Monitor muss man dazu folgendes Regexp im Filter eintragen
101E78|53F520

Drücke ich jetzt auf beiden Fernbedienungen kurz eine Taste bekomme ich folgende Einträge im Log

2017.10.05 14:50:57.978 0: HMUARTLGW myHmUARTLGW recv: 01 05 00 00 31 msg: A2 A4 40 101E78 152B02 0264
2017.10.05 14:50:58.110 0: HMUARTLGW myHmUARTLGW recv: 01 05 00 00 3F msg: A2 80 02 152B02 101E78 0101C80048
2017.10.05 14:51:02.752 0: HMUARTLGW myHmUARTLGW recv: 01 05 01 00 37 msg: 3A A2 40 53F520 200DB8 0305

Dazu gehört diese Bild im Event Monitor


Erste einfache Auswertung

Die Nachrichten werden pro Gerät fortlaufend Hex nummeriert (Zahl vor msg:)

Der erste Tastendruck (msg 31) geht von Gerät (101E78) zu Gerät (152B02) und wird quittiert (msg 3F). Diese Taste ist gepeert. 

Der zweite Tastendruck geht (msg 37) vom Gerät (53F520) zur Zentrale (200DB8) und wird nicht quittiert. Diese Taste ist nicht gepeert.

Sonntag, 17. September 2017

Wassermelder mit ESP8266


Die grundlegende Sensormechanik ist dem Homematic Wassermelder entlehnt. In ein Industrie Aufputz Gehäuse IP65 mit den Abmessungen 100x67x50 werden im Boden 5 Spikes eingebaut, ein Spike wird gekürzt um die Möglichkeit eines Wasserstandes zu haben.
Damit ergibt sich eine Bodenfreiheit von ca. 13 mm.
Zwei der Spikes bilden den primären Sensor, läuft Wasser auf dem Boden schließt er den Kontakt zwischen beiden Spikes.


Für die Schaltung braucht man im Wesentlichen neben etwas Draht noch einen ESP12F, 2 x 1 MOhm, 100µF Kondensator und eine Batteriehalterung für zwei AA Batterien.
Ein kleines Stück Universalplatine ein 6 poliger und ein 2 poliger Pfostenstecker sorgen für etwas Komfort beim Aufbau.
Das Schaltungsprinzip geht auf diesen Artikel zurück.

Ich habe aber als Software lediglich ESPEasy aufgespielt.

Funktion

Der Eingang RESET und GPIO16 (D0) wird über einen Jumper verbunden. damit kann man das Modul in den Sleep Modus versetzen und es kann zyklisch oder über den EN Eingang aufwachen.
Der Eingang EN (CH_PD) ist normalerweise über einen Widerstand 1 MOhm nach Masse gezogen, das Modul befindet sich im Sleep Modus und verbraucht nur ca. 16 µA.
Wird der Eingang durch Wasser mit dem Pluspol verbunden (normaler Betrieb) startet das Modul und liefert aktuelle Werte an das ESPEasy Modul von FHEM. Diesen Event kann man in FHEM auswerten.
Der Eingang GPIO14 (D5) wird ebenfalls mit einem Widerstand 1 MOhm nach Masse gezogen und ist mit dem abgesägtem Spike verbunden. Mit ihm könnte "Wasserstand  von ca. 5 mm ermittelt werden.

Betriebsarten

Konfiguration

Das Kabel zu den drei Fühlerspitzen wird entfernt.
Der Jumper wird von den Anschlüssen RST und D0 von J2 entfernt und so auf J6 gesteckt, dass EN und VCC gebrückt werden. Damit startet das Modul im normalen Modus.
Vorsicht, jetzt zieht das Modul dauerhaft ca. 80 mA. Wird es jetzt schon mit Batterie versorgt ist diese nach ca 15 Stunden (oder eher) leer.

Bei einem neuen Modul wird jetzt das Netzwerk konfiguriert.
Grundlegend ist die Konfiguration hier beschrieben

Nach dem Neustart unter dem Reiter Config:

  • ein sinnvoller Unit Name vergeben.
  • FHEM Server eintragen
  • Im Reiter Devices
    • Gerät definieren, System RSSI
    • Gerät definieren, Switch, GPIO14, kein Pullup


Nach dem die Geräte in FHEM automatisch angelegt wurden kann man den ESP in den Sleep Mode schicken: Unter Reiter Config Häkchen setzen. Mit der Zeitspanne in µsec kann man erreichen, dass sich der Melder immer wieder schlafen legt und in diesem Abstand eine erneute Meldung absetzt.

Normaler Betrieb

Jetzt zieht man den Jumper von J6 und steckt ihn auf J2 D0-RST
Das Gerät darf jetzt nicht mehr erreichbar sein.
Die Fühlerspitzen werden mit + EN D5 verbunden.

Reset Konfiguration

Ist das ESP Modul nicht mehr erreichbar oder soll neu konfiguriert werden, kann ESP-Easy zurückgesetzt werden. 
  • Das Kabel zu den Fühlerspitzen wird entfernt.
  • Ein zweiter Jumper wird so gesteckt, das an J6 TX und RX verbunden sind.
  • Der Jumper auf J6 wird so gesteckt, dass EN und VCC gebrückt werden.
Betriebsspannung einschalten und warten bis Wlan ESP_0 zu sehen ist. Dies dauert eine Weile!

Test 

Einfach die beiden Spikes mit feuchtem Finger verbinden, die blaue LED am ESP muss kurz aufleuchten und in FHEM muss ein Event erzeugt werden.

Konfiguration in FHEM

Hier noch eine Beispieldefinition
define ESPEasy_Wassermelder_WM1 ESPEasy 192.168.100.137 80 espBridge Wassermelder_WM1
attr ESPEasy_Wassermelder_WM1 IODev espBridge
attr ESPEasy_Wassermelder_WM1 Interval 300
attr ESPEasy_Wassermelder_WM1 event-on-change-reading .*
attr ESPEasy_Wassermelder_WM1 eventMap /gpio 14 on:on/gpio 14 off:off/
attr ESPEasy_Wassermelder_WM1 group ESPEasy Device
attr ESPEasy_Wassermelder_WM1 presenceCheck 1
attr ESPEasy_Wassermelder_WM1 readingSwitchText 1
attr ESPEasy_Wassermelder_WM1 room ESPEasy
attr ESPEasy_Wassermelder_WM1 setState 3

define Wassermelder_DOIF DOIF ([ESPEasy_Wassermelder_WM1:presence] eq "present") (set Wassermelder_dummy on)\
DOELSE (set Wassermelder_dummy off)
attr Wassermelder_DOIF do always
attr Wassermelder_DOIF icon helper_doif
attr Wassermelder_DOIF room Boden

Freitag, 1. September 2017

Homematic Türschließer

Von Homematic gibt es den HM-Sec-Key als automatischen Schließer für jedes normale Türschloß. Die Einrichtung und die mitgelieferte Beschreibung ist nicht so einfach, deshalb hier ein kleines HowTo. Da man sich ganz schnell vertan hat, fange ich mal am Ende der "ersten" Runde an:

Werksreset

Für den Schlossantrieb

  1. Man baut das Gerät vom Schloß ab
  2. Man drückt den kleinen Taster mit einer Spitze für 2 sec, die Anzeige die jetzt erscheint hängt vom vorherigen Zustand ab -> X bei angelernter Master FB oder rotierender Strich in Richtung der Schließrichtung.
  3. Jetzt dreht man das Handrad in Richtung "Schließen", solange bis die Anzeige wechselt. Bei mir war es kurz die 1 und dann sofort der rotierende Strich.
  4. Jetzt dreht man das Handrad in gleicher Richtung weiter, solange bis die Anzeige kurz ausgeht und ein Piep ertönt.
  5. Jetzt sollte das Gerät im Auslieferungszustand sein.

Für die Fernbedienung

  1. Man drückt den kleinen Taster hinten mit einer Spitze für ca. 5 sec bis es langsam blinkt, 
  2. dann lässt man kurz los und drückt wieder ca. 5 sec bis es schnell blinkt,
  3. jetzt loslassen, es hört es kurz auf mit blinken und es erfolgt ein rot grün gelb blinken als Quittung für den Neustart.

Erste Fernbedienung anlernen


Man sollte unbedingt die erste (Master) Fernbedienung an den Antrieb anlernen bevor man eines von beiden Geräten an die Zentrale (FHEM) anlernt! Die Grundeinrichtung muss abgeschlossen sein. Die Masterfernbedienung hat eine besondere Funktion (Sicherheitsabfrage quittieren)
  1. Im Display steht M. Zuerst drückt man die obere Taste (entriegeln) für 2 sec bis die Anzeige nach 1 wechselt.
  2. Innerhalb von 20 sec drückt man kurz den kleinen Taster an der Rückseite der FB mit einer Spitze. Die LED muss jetzt ruhig grün blinken!
  3. Jetzt drückt man an der FB die obere Taste (Schloß zu). Die LED an der FB muss jetzt schnell orange blinken, ein Zeichen der Datenübertragung. Am Antrieb erscheint während des gelben Blinkens nach kurzer Zeit ein Piep und ein M als Quittung. Als Abschluss leuchtet die LED an der FB grün.

Gerät in FHEM anlernen

Türschlossantrieb

  1. Mit set <vccu> hmPairForSec 60 die Zentrale in den Anlernmodus versetzen
  2. Am Antrieb die obere Taste (Schloss auf) 2 sec drücken, die Anzeige wechselt nach X
  3. Mit der Master FB durch drücken einer der beiden Tasten (Schloss auf oder zu) den Vorgang quittieren (Sicherheitsabfrage)
  4. Ein erneuter Anlernversuch wird durch Anzeige von "c" im Display verweigert.

Fernbedienung

  1. Mit set <vccu> hmPairForSec 60 die Zentrale in den Anlernmodus versetzen
  2. An der FB mit einer Spitze die Taste an der Rückseite kurz drücken. Die LED an der FB muss jetzt schnell orange blinken, ein Zeichen der Datenübertragung. Als Abschluss leuchtet die LED an der FB grün.
  3. In der Regel sind jetzt noch nicht alle Daten übertragen, der Anlernvorgang aber angefangen (Gerät ist angelegt aber die Daten sind nicht komplett). Einfach den Vorgang 2. wiederholen. Es wird eine neue Datenübertragung erfolgen.
  4. Ein erneutes Drücken der Taste an der Rückseite wird mit "rot" quittiert und der Anlernversuch damit verweigert.
Den Anlernvorgang an FHEM zum Schluss am Besten mit hmInfo configCheck überprüfen!

Sicherheit - eigenen AES Schlüssel verwenden

Um es klar zu sagen: AES muss nicht eingerichtet werden, AES machen beide Komponenten von Hause aus. Allerdings ist der Systemschlüssel, der in allen Homematic Komponenten gespeichert ist bekannt. Eine Erhöhung der Sicherheit erreicht man also nur mit einem eigenen Schlüssel.
Grundlage ist die Beschreibung im Wiki. Ich will hier die Schritte zusammenfassen

Hier wird noch gearbeitet