Montag, 15. Oktober 2018

Powershell und Windows Update

Der Hyper-V Server hat ein Management Interface welches aus mehreren Scripts besteht:
Auszug

  • sconfig.cmd
    • sconfig.vbs
    • WUA_SearchDownloadInstall.vbs
    • ...
Die VBS-Scripts liegen %systemroot%\system32\en-us\ (bzw. anderen Sprachen).
Gesteuert wird das Windows Update über die Windows Update API. Die Doku ist schwerer Stoff, ich habe mir von verschiedenen Seiten und aus dem oben erwähnten Script ein paar Dinge zusammen gelesen und will es hier kurz notieren.
Meine Scripts in dem Artikel sind alle nicht perfekt, sondern eher als Lösungsansatz gedacht. Damit kann man z.B. beim Hyper-V Server etwas mehr tun als nur mit der sconfig "Oberfläche".

Die Schritte etwas im Detail

Zuerst muss man festlegen welche Updates man suchen will (ein paar Details):
$Criteria = "IsInstalled=0 and Type='Software'"
$Criteria = "IsInstalled=0 and Type='Driver'"
Dann werden verschiedene Com Objecte eingerichtet und z.B. die Titel der verfügbaren Updates angezeigt.
$Searcher = New-Object -ComObject Microsoft.Update.Searcher
$SearchResult = $Searcher.Search($Criteria).Updates
# Titel anzeigen
$SearchResult|select Title
Powershell bietet an der Stelle etwas mehr Komfort zur Suche und Auswahl als die eigentliche API. Deshalb füge ich hier bewusst den Neubau der Update Collection ein. Eigentlich ist diese jetzt schon in $SearchResult enthalten.
$updatesToDownload = New-Object -ComObject Microsoft.Update.UpdateColl
$SearchResult|%{ if($_.Title -match "KB2267602") {$updatesToDownload.Add($_)}}
$updatesToDownload|select Title
Danach werden die gewünschten Updates heruntergeladen.
$Session = New-Object -ComObject Microsoft.Update.Session
$Downloader = $Session.CreateUpdateDownloader()
$Downloader.Updates = $updatesToDownload
$Downloader.Download()
Um es ganz korrekt zu machen, kann man noch eine Collection der wirklich heruntergeladenen Updates erstellen ...
$updatesToInstall = New-Object -ComObject Microsoft.Update.UpdateColl
$SearchResult|%{ if($_.isDownloaded) {$updatesToInstall.Add($_)}}
... um dann die Updates zu installieren.
$Installer = New-Object -ComObject Microsoft.Update.Installer
$Installer.Updates = $updatesToInstall
$Result = $Installer.Install()
Als Abschluss wird bei Bedarf ein Neustart ausgeführt.
If ($Result.rebootRequired) { shutdown.exe /t 0 /r }

Komplett in einem Script

Das Ganze als ein Script mit zwei Parametern am Anfang:
Den Type entweder weglassen (Alle suchen) oder auf Software oder Driver setzen.
Bei $compare kann man entweder nur einen "*" für "Alles" setzen oder wie im Beispiel den Begriff mit Wildcards für ein bestimmtes Update.
# Parameter
$Criteria = "IsInstalled=0 and Type='Software'"
$compare= "*" # "*KB2267602*"
# Suche notwendige Updates 
$Searcher = New-Object -ComObject Microsoft.Update.Searcher
$SearchResult = $Searcher.Search($Criteria).Updates
# Zusammenstellung Download Collection
$updatesToDownload = New-Object -ComObject Microsoft.Update.UpdateColl
$SearchResult|%{ if( $_.Title -like $compare ) {$updatesToDownload.Add($_)}}
#$updatesToDownload|select Title
#$updatesToDownload.Count
# Download Updates 
$Session = New-Object -ComObject Microsoft.Update.Session
$Downloader = $Session.CreateUpdateDownloader()
$Downloader.Updates = $updatesToDownload
if ($updatesToDownload.Count -gt 0) {$Downloader.Download()}
# Zusammenstellung Install Collection
$updatesToInstall = New-Object -ComObject Microsoft.Update.UpdateColl
$SearchResult|%{ if($_.isDownloaded) {$updatesToInstall.Add($_)}}
# Install Updates 
$Installer = New-Object -ComObject Microsoft.Update.Installer
$Installer.Updates = $updatesToInstall
$Result = $Installer.Install()
# Neustart wenn gefordert
If ($Result.rebootRequired) { shutdown.exe /t 0 /r }

Was lief bisher?

Man kann sich auch die gesamte Historie anzeigen lassen:
Wann wurde welches Update installiert? Die Zeiten werden in UTC angezeigt!
# Historie abfragen
$session = new-object -comobject Microsoft.Update.Session
$searcher = $session.CreateUpdateSearcher()
$history = $searcher.QueryHistory(0, $searcher.GetTotalHistoryCount())
$history |select Date,Title |more
Leider liefert das Ergebnis am Ende immer viele Leerzeilen.

Mehr Komfort

Die Powershell Gallery halt ein umfangreiches Scriptmodul "PSWindowsUpdate" bereit mit dem der Windows Update Service wohl sehr komfortabel behandelt werden kann. Ich habe mir das zunächst nur kurz angeschaut. Um das Script aus der PSGallery zuinstallieren muss man ein paar Vorbereitungen treffen, das ist hier ganz gut beschrieben.

Noch ein Special

In $SearchResult stehen auf den zweiten Blick noch mehr Informationen!
So erzeugt man eine Liste mit Detailinformationen, z.B. mit der UpdateID oder dem Download Link.
#$Criteria = “IsInstalled=0 and Type=’Software'”
$Searcher = New-Object -ComObject Microsoft.Update.Searcher
$SearchResult = $Searcher.Search($Criteria).Updates

foreach ($update in $SearchResult) {
  $title = $update.Title
  $guid = $update.Identity.UpdateId
  $title
  $guid
  $bundles = $update.BundledUpdates
     foreach($bundledUpdate in $bundles) {
        foreach($content in $bundledUpdate.DownloadContents) {
           if (!$content.IsDeltaCompressedContent) {
              $url = $content.DownloadUrl
              $url
            }
        }
    }
}

Mit der so ermittelten UpdateID wäre es auch möglich die Suche nach speziellen Paketen auszuführen:
$Criteria = "IsInstalled=0 and UpdateID='a3fafd03-b687-49e6-9df9-3963057ce376'"

Es gibt mit CIM und "PowerShell remoting session" auch einen Ansatz die VMs zentral zu patchen.

Sonntag, 16. September 2018

Virtuelle Maschinen erzeugen und administrieren mit Powershell

Kennt Ihr das? Hilfe Texte stimmen nicht, Beschreibungen funktionieren nicht? Das Thema Powershell und VM ist auch damit ganz schlimm gebeutelt.

VM anlegen

Man kann eine leere VM anlegen, das ergibt ein relativ mageres Ergebnis:
1GB RAM, Generation 1, keine Disk.
New-VM –Name 'Test1'
Will man in etwa das Ergebnis, was der Hyper-V Manager Wizard nur mit der Eingabe "Name" erzeugt, muss man es so machen:
$vm = 'Test2'
New-VM –Name $vm –NewVHDPath "$vm.vhdx" -NewVHDSizeBytes 127GB
Bisher haben wir VMs der Generation 1 erzeugt.
Viel mehr als im nächsten Befehl, kann man bei New-VM gar nicht angeben.
$vm = 'Test3'
New-VM –Name $vm -Generation 2 –MemoryStartupBytes 4GB –NewVHDPath "$vm.vhdx" -NewVHDSizeBytes 32GB
Alles weitere muss man mit Set-VM* Befehlen machen.

Startmedien - DVD Laufwerk

Das wichtigste dabei (und nicht ganz einfach wie man denkt) wäre ja die Angabe von Start- bzw. Installationsmedien. Kaum noch existieren wirklich optische Laufwerke, das Handling am Hyper-V Server wäre extrem unpraktisch. Man kann ohne weiteres ISO oder VHD Images einbinden, aber nur wenn sie lokal auf dem Hyper-V Server liegen. Microsoft hat eine sehr eigenartige Sicherheit eingebaut, wenn es um den Zugriff auf ein Image geht, welches auf einem Server liegt.
Auch die hier beschriebenen Wege funktionieren bei mir nur in der manuellen Art für VMs der Generation 1!

Mein Resumé: Startmedien gehen nur lokal

Mag sein es funktioniert in AD Umgebungen, ich habe es in einer Workgroup versucht, und wirklich viel experimentiert, ich bekomme es nicht hin! Man kann auf dem Hyper-V Host ein Image mounten und sich einen Überblick von den Laufwerksbuchstaben ausgeben lassen.
Mount-DiskImage -ImagePath \\omv1\shares\ISO\de_windows_7_All_with_sp1_x64_.iso
Get-Volume|? DriveType -eq CD-ROM

Für VMs der Generation 1 kann man nun im Hyper-V Manager das physische Laufwerk auswählen und zuweisen. (Mit Set-VMDvdDrive kann man nur echte DVD Laufwerke zuweisen)

Bei VMs der Generation 2 kann man nur mit lokalen ISO Images arbeiten!
Mann muss zunächst ein DVD Laufwerk hinzufügen.
Add-VMDvdDrive -VMName $vm -Path D:\ISO\Name.iso
Mit Set-VMDvdDrive kann man lokale ISO Images zuweisen und ändern.

Konfiguration Netzwerk, Bootreihenfolge und Prozessor

Damit der Startvorgang nicht am PXE Boot "verhungert" sollte man noch die Boot Reihenfolge festlegen
$VMDVD=Get-VMDvdDrive -VMName $vm
Set-VMFirmware -VMName $vm -FirstBootDevice $VMDVD
Oder man legt die Reihenfolge neu fest, die neue vhdx Datei kann sowieso nicht booten, er sollte in dem Fall beim ersten Mal von der DVD starten
$VMHDD=Get-VMHardDiskDrive -VMName $vm
Set-VMFirmware -VMName $vm -BootOrder $VMHDD, $VMDVD
Will man den (einzigen) Netzwerk Adapter noch mit dem (einzigen) virtuellen, externen Switch verbinden, kann man das so machen
Connect-VMNetworkAdapter -VMName $vm -SwitchName (Get-VMSwitch|? Switchtype -eq External).Name
Während wir den mindest RAM bei der Einrichtung festgelegt haben, hat die VM bisher nur einen Prozessor. Man kann so alle verfügbaren Prozessoren zuweisen
Set-VMProcessor -VMName $vm -Count (Get-VMHost).LogicalProcessorCount

Zusammenfassung

Hier ein Template/Script für eine neue VM, Der VM Name kann als Parameter übergeben werden oder wird abgefragt (Mandatory=$true).
In der ersten und zweiten Zeile werden alle Parameter gesetzt. Ich habe deshalb auf übermäßig viele Variablen verzichtet.
<#
.SYNOPSIS 
    Das Script erstellt eine neue virtuelle Maschine
.DESCRIPTION 
    Das Script erstellt eine neue virtuelle Maschine
.EXAMPLE 
    CreateVM Name 
.NOTES 
    Generation 2, 32 GB HDD, 4 GB RAM, alle Prozessoren
#>
#region Params
param(
    [Parameter(Position=0, Mandatory=$true,HelpMessage="Name der VM",ValueFromPipeline=$false)]
    [System.String]
    $vm=""
)
#endregion 

New-VM –Name $vm -Generation 2 –MemoryStartupBytes 4GB –NewVHDPath "$vm.vhdx" -NewVHDSizeBytes 32GB
Add-VMDvdDrive -VMName $vm 
$VMDVD=Get-VMDvdDrive -VMName $vm
$VMHDD=Get-VMHardDiskDrive -VMName $vm
Set-VMFirmware -VMName $vm -BootOrder $VMHDD, $VMDVD
Connect-VMNetworkAdapter -VMName $vm -SwitchName (Get-VMSwitch|? Switchtype -eq External).Name
Set-VMProcessor -VMName $vm -Count (Get-VMHost).LogicalProcessorCount

Für die DVD habe ich mal noch einen "Würgaround" gefunden.
Dieser Mehrzeiler schaut nach, ob die ISO Datei im lokalen Pfad schon existiert und kopiert diese ansonsten dahin.
$DVD = "name.iso"
$Ziel = 'D:\ISO\'
$Quelle = '\\omv1\shares\iso\'
$Diff = Compare-Object -ReferenceObject (gci -Path $Ziel) -DifferenceObject (gci -Path $Quelle)
Copy-Item -Path (($Diff|? InputObject -like $DVD).InputObject).FullName -Destination $Ziel
# DVD einlegen
Set-VMDvdDrive -VMName $vm -Path $Ziel$DVD

Damit das lokale Verzeichnis nicht vermüllt, kann man ja von Zeit zu Zeit die ISOs entfernen, die nicht mehr eingebunden sind.
$Ziel = 'D:\ISO\'
$InUse = (Get-VMDvdDrive -VMName *|? Path -like $Ziel*).Path
$Exist = (gci -Path $Ziel).Fullname
$Diff = Compare-Object -ReferenceObject $Exist -DifferenceObject $InUse
Remove-Item ($Diff|? SideIndicator -eq '<=').InputObject -confirm

Aufräumen

Dieser Einzeiler löscht alle VMs und deren virtuelle HDDs, deren Name mit Test beginnt.
Jeder Löschvorgang verlangt nach Bestätigung! Bitte genau hinschauen, ich übernehme keine Verantwortung!
Ich hoffe, dass ich in einem Jahr noch weiß, wie dieser Einzeiler funktioniert.
% ist das Kürzel für ForEach, $_ Ist das aktuelle Element der Schleife
-process enthält den Ausführungsteil(, beide Befehlsteile werden in getrennten Schleifen abgearbeitet.)
-InputObject die Eingabe
% -process {Remove-Item (Get-VMHardDiskDrive -VMName $_.name).Path -Confirm ; Remove-VM -VMName $_.name} -inputobject (Get-VM -VMName Test*)

Informationen

Man kann sich relativ schnell einen Überblick über die Cmdlets verschaffen und detaillierte Hilfe abrufen. (Leider stimmt auch in den Hilfetexten nicht alles)
Get-Help Hyper-V
Get-Help Set-VM*

Mittwoch, 5. September 2018

Storage Pool auf dem Hyper-V Server verwalten

Wie bekommt man einen gespiegeltes HDD System, welches unter Windows Server 2012 als Storage Pool eingerichtet war, wieder online?

Ein paar Befehle für die  Analyse des Storage mit Powershell 

So bekommt man ein Bild der vorhandenen Disks:
get-disk

Number Friendly Name Serial Number                    HealthStatus         OperationalStatus      Total Size Partition
                                                                                                             Style
------ ------------- -------------                    ------------         -----------------      ---------- ----------
1      Samsung SS... S1DBNSAF878015M                  Healthy              Online                  232.89 GB GPT
0      Samsung SS... S21PNSAG155972R                  Healthy              Online                  232.89 GB GPT
6      VD1           {05bf1a4e-44d2-11e5-80d3-7824... Healthy              Offline                   1.82 TB GPT
5      VD2           {dcdf1498-41bd-11e5-80cf-7824... Healthy              Offline                    930 GB GPT
7      TOSHIBA Ex...            92N5P3KXT             Healthy              Online                  931.51 GB MBR
Zwei Platten sind Offline, die Disks 2,3 und 4 "fehlen".

Die Abfrage der Virtuellen Disk ergibt folgendes Bild:
get-virtualdisk

FriendlyName ResiliencySettingName OperationalStatus HealthStatus IsManualAttach    Size
------------ --------------------- ----------------- ------------ --------------    ----
VD1          Mirror                OK                Healthy      False          1.82 TB
VD2          Simple                OK                Healthy      False           930 GB
Obwohl die eigentlichen Laufwerke im Storage Pool ausgeblendet werden, kann man sich die echten Laufwerke anzeigen lassen:
Get-physicaldisk

FriendlyName              SerialNumber    CanPool OperationalStatus HealthStatus Usage            Size
------------              ------------    ------- ----------------- ------------ -----            ----
Samsung SSD 840 EVO 250GB S1DBNSAF878015M True    OK                Healthy      Auto-Select 232.89 GB
WDC WD2003FYPS-27Y2B0     WD-WCAVY7115101 False   OK                Healthy      Auto-Select   1.82 TB
TOSHIBA External USB 3.0  92N5P3KXT       False   OK                Healthy      Auto-Select 931.51 GB
Samsung SSD 850 EVO 250GB S21PNSAG155972R False   OK                Healthy      Auto-Select 232.89 GB
ST31000333AS              9TE24JDS        False   OK                Healthy      Auto-Select  931.5 GB
WDC WD2003FYPS-27Y2B0     WD-WCAVY5334150 False   OK                Healthy      Auto-Select   1.82 TB

Get_PhysicalDisk kann aber mehr, mit Hilfe von Format-List habe ich mal eine Ausgabe der Zuordnung zu den Hardware Ports gebastelt
Get-PhysicalDisk| Select-Object -Property DeviceId,PhysicalLocation,BusType,MediaType,FriendlyName,SerialNumber| Sort-Object -Property DeviceId |Format-Table

DeviceId PhysicalLocation                BusType MediaType   FriendlyName              SerialNumber
-------- ----------------                ------- ---------   ------------              ------------
0        Integrated : Adapter 0 : Port 1 SATA    SSD         Samsung SSD 850 EVO 250GB S21PNSAG155972R
1        Integrated : Adapter 1 : Port 0 SATA    SSD         Samsung SSD 840 EVO 250GB S1DBNSAF878015M
2        Integrated : Adapter 1 : Port 1 SATA    HDD         ST31000333AS              9TE24JDS
3        Integrated : Adapter 1 : Port 4 SATA    HDD         WDC WD2003FYPS-27Y2B0     WD-WCAVY5334150
4        Integrated : Adapter 1 : Port 5 SATA    HDD         WDC WD2003FYPS-27Y2B0     WD-WCAVY7115101
6        Integrated : Adapter 0 : Port 0 USB     Unspecified TOSHIBA External USB 3.0  92N5P3KXT

Den Zusammenhang zwischen Storage Pool, VirtualDisk und PhysicalDisk kann man auch anzeigen lassen. Dazu braucht man zunächst ein Object auf den Storage Pool
$stpool = (Get-StoragePool -FriendlyName "SP1")
Get-VirtualDisk -StoragePool $stpool

FriendlyName ResiliencySettingName OperationalStatus HealthStatus IsManualAttach    Size
------------ --------------------- ----------------- ------------ --------------    ----
VD1          Mirror                Degraded          Warning      False          1.82 TB

Get-PhysicalDisk -StoragePool $stpool

FriendlyName          SerialNumber    CanPool OperationalStatus HealthStatus Usage          Size
------------          ------------    ------- ----------------- ------------ -----          ----
WDC WD2003FYPS-27Y2B0 WD-WCAVY7115101 False   OK                Healthy      Retired     1.82 TB
WDC WD2003FYPS-27Y2B0 WD-WCAVY5334150 False   OK                Healthy      Auto-Select 1.82 TB
Für die Information auf welcher Disk das Volume des Systemlaufwerkes ist, habe ich diese Befehlskette gefunden.
Get-Disk (Get-Partition | ? isboot).DiskNumber

Storage Pool Disk wieder aktivieren

Ich möchte das VD1 wieder online ist, dies wird nämlich nicht automatisch getan, wenn der Storagepool an einen andere Maschine gehangen wird. Da VD1 eine (virtuelle) Disk ist, geht das mit dem set-disk Cmdlet
Set-Disk -Number 6 -IsOffline $False
Es gab bei mir die Situation, dass eine Disk nach dem Import von einer Physical Disk in eine vhdx Datei mit dem Hyper-V Manager sowohl offline als auch readonly war. Auch readonly lässt sich mit Set-Disk beheben.
Set-Disk -Number 5 -IsReadonly $False

Storage Pool Disk Fehler behandeln

Versucht man in einem StoragePool, der 2 HDD enthält und darin eine Mirror VirtualDisk - eine HDD geordnet zu entfernen und diese danach durch eine Andere zu ersetzen, funktioniert das praktisch nicht. Obwohl man eine Platte als Retired markiert, lässt sie sich nicht entfernen. Man muss erst einen neue HDD zum StoragePool hinzufügen. Aber selbst das ist mir nicht richtig gelungen.
Dies habe ich versucht:
Set-PhysicalDisk -FriendlyName "WDC WD2003FYPS-27Y2B0" -SerialNumber WD-WCAVY7115101 -Usage Retired
Repair-VirtualDisk -FriendlyName "VD1"
# Zwei Varianten um das Objekt der richtigen PhysicalDisk zu bekommen
$PDToRemove = Get-PhysicalDisk | Where-Object { $_.Usage -eq 'Retired'}
$PDToRemove = Get-PhysicalDisk -FriendlyName "WDC WD2003FYPS-27Y2B0" -SerialNumber WD-WCAVY7115101
Remove-PhysicalDisk -PhysicalDisks $PDToRemove -StoragePoolFriendlyName "SP1"
Aber diese Aktion endet mit einem Fehler:
StorageWMI 48011,Remove-PhysicalDisk

Storage Pool entfernen

Erkenntnis: Storage Pool sieht gut aus, ist mir aber so undurchsichtig! Nach der kompletten Sicherung der Daten, habe ich einfach alles entfernt:
Set-Disk -Number 6 -IsOffline $true
Remove-VirtualDisk -FriendlyName "VD1"
Remove-StoragePool -FriendlyName "SP1"
Jetzt tauchen die Platten 3 + 4 wieder normal in der Ansicht auf (get-disk) und können normal verwendet werden. Um sie völlig leer zu machen verwendet man Clear-Disk
Clear-Disk -Number 3
Clear-Disk -Number 4
Get-Disk |Where-Object PartitionStyle –Eq "RAW" |Initialize-Disk 

Um eine neue Partition anzulegen, einen bestimmten Laufwerksbuchstaben zu vergeben und es gleich zu formatieren, kann man so vorgehen.
New-Partition -DiskNumber 3 -UseMaximumSize -DriveLetter S |Format-Volume

Dienstag, 4. September 2018

Partitionen und virtuelle Disk

In Hyper-V per default eine neue virtuelle Platte (VHDX) erstellt - und dann...

  • stellt man fest, dass Platten mit dynamischer Größe mit der Zeit viel langsamer sind als virtuelle Platten mit fester Größe. 
  • Das virtuelle Platten auf einer SSD viel schneller sind als auf einer herkömmlichen HDD
  • Das es jetzt ziemlich verschwenderisch ist, 127 GB auf der knappen SSD zu belegen, um eine virtuelle Platte zu hosten, die mit weniger als der Hälfte üppig ausgestattet wäre.

Dafür ein kurzes HowTo, wie man von dieser Ausgangssituation zum gewünschten Ziel kommt. Für einen Trockentest, kann man so eine virtuelle Disk zum Test anlegen. Die verwendeten Größen sind nur als Beispiel zu sehen.

Test Datei erstellen

Die typische System Platte sieht in etwa so aus.
PartitionNumber  DriveLetter Offset                                        Size Type
---------------  ----------- ------                                        ---- ----
1                            1048576                                     450 MB Recovery
2                            472907776                                    99 MB System
3                            576716800                                    16 MB Reserved
4                C           593494016                                126.45 GB Basic
Die folgende Zeilen erstellen eine vhdx Datei mit genau dieser Struktur. Das Windows Upgrade baut manchmal noch eine Partition hinten dran.
Dummerweise gibt es die x-VHD Powershell-Cmdlets nur, wenn die Hyper-V Rolle komplett installiert ist. Alternativ kann man dafür diskpart verwenden.
$VDisk = "D:\VHD\TestBase.vhdx"
New-VHD -Path $VDisk -SizeBytes 127GB
$Disk = Mount-VHD -Path $VDisk -Passthru|Get-Disk
$Disk
$Disk|Initialize-Disk -Passthru|Remove-Partition -PartitionNumber 1
$Disk|New-Partition -Size 450MB -GptType '{de94bba4-06d1-4d40-a16a-bfd50179d6ac}'
$Disk|New-Partition -Size 99MB -GptType '{c12a7328-f81f-11d2-ba4b-00a0c93ec93b}'
$Disk|New-Partition -Size 16MB -GptType '{e3c9e316-0b5c-4db8-817d-f92df00215ae}'
$Disk|New-Partition -Size ((get-disk $Disk.Number).LargestFreeExtent-450MB) -AssignDriveLetter|Format-Volume
$Disk|New-Partition -UseMaximumSize -GptType '{de94bba4-06d1-4d40-a16a-bfd50179d6ac}'
$DriveLetter = ($Disk|Get-Partition|Get-Volume|? Driveletter -ne $null).DriveLetter
$path = ($DriveLetter+":\Test.tmp");$file = [io.file]::Create($path);$file.SetLength(10GB);$file.Close()
Dismount-VHD -Path $VDisk
Initialize-Disk erzeugt per default eine "reserved" Partition. Da ich die Original Struktur haben wollte, wird diese zunächst gelöscht und an dritter Stelle wieder erzeugt. Für diese Test vhdx ist das unerheblich, im produktiven Umfeld würde ich das nicht machen.
Die vorletzte Zeile enthält keine Pipe sondern mehrere Befehle um einfach einen große Datei in dem Volume zu erzeugen.

Minimierung der Ausgangsdatei

Die folgende Befehlsfolge reduziert die Partition in der Datei auf ein Minimum und reduziert die vhdx Datei auf ein Minimum. Zunächst mounten wir die vhdx Datei und erhalten als Ausgabe die Tabelle der Volumes.
Mount-VHD -Path $VDisk -Passthru| Get-Disk | Get-Partition | Get-Volume
Die folgende Aktion kann eine Partition auf minimale Größe bringen. Den richtigen Laufwerksbuchstaben einsetzen:
$DriveLetter = "E"
$size = Get-PartitionSupportedSize -DriveLetter $DriveLetter
Resize-Partition -DriveLetter $DriveLetter -Size $size.sizeMin
Manchmal baut Windows Update an das Ende der Systemplatte eine Wiederherstellungspartition, diese ist eigentlich unnütz und verhindert die Verkleinerung der gesamten Disk.
So kann man Partitionen entfernen. Vorsicht! Dieser Befehl löscht Daten, fragt aber vorher nach. Bitte genau lesen! 
Der zweite Befehl listet uns den Inhalt, im dritten Befehl muss die richtige PartitionNumber nn gesetzt werden.
$Disk = Get-Disk (Get-Partition -DriveLetter $DriveLetter).DiskNumber|Get-Partition
$Disk
$Disk |? PartitionNumber -eq nn|Remove-Partition
Hat man die letzte Partition verkleinert, kann man auch die gesamte Disk verkleinern:
Dismount-VHD -Path $VDisk
Resize-VHD -path $VDisk -ToMinimumSize
Zum Schluss kann man noch die Dateigröße der vhdx Datei verringern.
Optimize-VHD -path $VDisk -mode full
Jetzt befindet sich die vhdx in minimaler Größe und kann z.B. schneller kopiert werden.

In Form bringen

Anschließend soll die Datei wieder in eine produktive Form gebracht werden. Zunächst die komplette Disk auf die gewünschte Größe bringen.
Resize-VHD -path $VDisk -SizeBytes 500MB
Danach Mounten und die Struktur anschauen, das letzte Volume kann vergrößert werden.
In der zweiten Zeile den richtigen Laufwerksbuchstaben einsetzen!
Mount-VHD -Path $VDisk -Passthru| Get-Disk | Get-Partition | Get-Volume
$DriveLetter = "E"
$size = Get-PartitionSupportedSize -DriveLetter $DriveLetter
Resize-Partition -DriveLetter $DriveLetter -Size $size.sizeMax
Jetzt noch die virtuelle Disk vom dynamischen in ein festes Format wandeln. Dabei wird eine neue Datei erzeugt.
Dismount-VHD -Path $VDisk
Convert-VHD -path $VDisk –DestinationPath V:\NeuerName.vhdx –VHDType Fixed

Nützlich

Zwischen den einzelnen Schritten, kann immer mal der momentane Zustand der vhdx Datei und der Partition überprüft werden.
Get-VHD $VDisk
Get-PartitionSupportedSize -DriveLetter $DriveLetter
So ermittelt man die Werte für Disk und Partition.
Get-Disk
Get-Partition -DiskNumber 8
$size = (Get-PartitionSupportedSize -DiskNumber 8 -PartitionNumber 2)
Resize-Partition -DiskNumber 8 -PartitionNumber 2 -Size $size.SizeMax
Die x-VHD Powershell Cmdlets lassen sich etwas umständlicher durch diskpart Befehle ersetzen
create vdisk file="c:\ttt\testBase.vhdx" maximum=1024
sel vdisk file="c:\ttt\testBase.vhdx"
attach vdisk
detach vdisk
expand vdisk maximum=20000
Anbinden und auswerfen der vhdx Datei geht auch mit dem Windows Explorer.
Die Konvertierung kann man auch mit dem Hyper-V Manager durch Import der vhdx Datei bewerkstelligen.

Will man mehr als die Standardausgabe von einem Cmdlet sehen, hilft das Format-List Cmdlet. Es gibt alle Elemente in einzelnen Zeilen aus.
Get-Disk |Format-List -Property *
Dadurch erhält man z.B. die Information über Elemente nach denen man auch Filtern kann.
Get-Disk |Where-Object {$_.Bustype -Eq "USB"}|

Ist die Zielfestplatte beim Konvertieren in den Type Fixed zu klein, ist die Fehlermeldung ziemlich unspezifisch:
Convert-VHD : Fehler beim Konvertieren des virtuellen Datenträgers.
Fehler beim Konvertieren von "d:\vhd\hyper-v-2016.vhdx".
In Zeile:1 Zeichen:1
+ Convert-VHD -path $VDisk –DestinationPath V:\Hyper-V2016-C.vhdx –VHDT ...
+ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    + CategoryInfo          : NotSpecified: (:) [Convert-VHD], VirtualizationException
    + FullyQualifiedErrorId : OperationFailed,Microsoft.Vhd.PowerShell.Cmdlets.ConvertVhd

Montag, 27. August 2018

Hyper-V Server verwenden

Der Plan: Hyper-V Server 2016 (download) als Grundlage für einen kleinen Server verwenden und darauf u.a. einen bisherigen Windows Server 2012R als virtuelle Maschine zu betreiben. Nebenbei sollen dann eventuell noch andere kleinere System laufen.
  • Hardware Unabhängigkeit (es gibt einige Hardwaretreiber nicht als Serverversion, auch von namhaften Herstellern wie Intel) 
  • Kein Leistungsverlust
  • Headless Betrieb, komplett von Windows 10 remote administrierbar
Ich hatte dazu schon einmal einen Artikel, den will ich hiermit konkretisieren.

Installation und Einrichtung des Servers


  • Ganz klassisch mit USB Stick, Monitor und Tastatur. Standardeinstellungen, die System Partition auf der SSD soll später verkleinert werden. 
  • System english aber Spracheinstellung deutsch, Zeitzone Berlin. 
  • Beim ersten Boot vom USB Stick auf UEFI oder BIOS Modus achten!

Mit dem Programm sconfig (nach der Anmeldung im Vordergrund und jederzeit wieder mit sconfig aufrufbar) wird folgendes eingestellt:

2) Computer Name
4) Configure Remote Man. (4-3)Enabled + ...Response to Ping
7) Remote Desktop (7-e-2)     Enabled (all Clients) ...less secure

Für den Computer Namen will er neu starten, deswegen kann man den Punkt zuletzt machen und anschließen braucht man die lokale Anmeldung nicht  mehr. Es geht alles über RDP.

Die weiteren Einstellungen erfolgen in Powershell, dazu kann man einfach das cmd Fenster hinter dem sconfig Fenster in den Vordergrund holen und Powershell starten.

Remote Desktop

Funktioniert sofort nach der obigen Grundkonfiguration, aber eben nur wenn nicht die Option 1) more secure eingestellt wurde. Das liegt offenbar an einem, nach der Installation noch nicht vorhandenem Patch des CredSSP. Nach dem Windows Update des Systems funktioniert auch die Option 1).

Netzwerk und Firewall

Windows typisch befindet sich das Netzwerk zunächst in der Category Public. Damit sind aber viele Firewall Regeln schärfer und viele Zugriff nicht zugelassen. Das ist im internen Netzwerk nicht sinnvoll, also ändern auf private. Der erste Befehl liefert uns die Informationen zum Netzwerk:
Get-NetConnectionProfile


Name             : Network
InterfaceAlias   : Ethernet
InterfaceIndex   : 3
NetworkCategory  : Public
IPv4Connectivity : Internet
IPv6Connectivity : NoTraffic
Der folgende Befehl setzt den Anschluss auf Private:
Set-NetConnectionProfile -InterfaceIndex 3 -NetworkCategory Private
Den Erfolg kann man leicht mit dem vorhergehenden Befehl überprüfen.
Die IP Adresse sollte fest sein, der DHCP Server und wenn vorhanden der DNS Server sollten so konfiguriert werden, dass der die IP Adresse fest zugeordnet ist und der Computer Name als FQDN aufgelöst werden kann.

Remote Management

Dafür sind Powershell Remoting und der Credential Security Support Provider zu aktivieren.
Enable-PSRemoting
Enable-WSManCredSSP -Role server
Damit ist die Server Konfiguration abgeschlossen

Einrichtung am Client Windows 10

Das Netzwerk und die Firewall sind zunächst auch so einzurichten, dass die NetworkCategory  : Private ist (siehe oben).
Der Computer Name des Hyper-V Servers muss als FQDN auflösbar sein, bitte so prüfen.
nslookup name.domain
Funktioniert das nicht, kann/muss ein Eintrag in der Datei C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts gemacht werden.

Hyper-V-Verwaltungstools

Man kann sich anzeigen lassen, welche Hyper-V Features schon installiert sind
Get-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName *hyper-v*  | where state -eq enabled| select DisplayName, FeatureName
Will man nur die Management Tools installieren, geht prinzipiell mit Powershell, ist jedoch noch nichts von Hyper-V installiert kommt leider ein Fehler. Es funktioniert nur im Dialog so wie gewünscht.
Windows Features aktivieren oder deaktivieren (nicht Apps & Features und nicht optionale Features)
Eine Krücke mit Powershell wäre: Alles installieren und die Hyper-V-Plattform wieder deinstallieren.
Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName Microsoft-Hyper-V-Management-PowerShell -all
disable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName Microsoft-Hyper-V
Allerdings ist dafür wegen der Installation von Hyper-V-Plattform ein Neustart fällig.

Vertrauen in einer Workgroup 

Eigentlich ist die Empfehlung von Microsoft auf dem Client als Erstes ebenfalls den Befehl Enable-PSRemoting auszuführen. Allerdings aktiviert das primär auch die Remote Verwaltung des Clients.
Es geht auch etwas sparsamer:

$server = "name.domain"
$user = "administrator"
Start-Service -Name winrm
Set-Item WSMan:\localhost\Client\TrustedHosts -Value $server
Stop-Service -Name winrm
cmdkey /add:$server /user:$user /pass

Jetzt öffnet man den Hyper-V Manager und fügt unter dem Punkt "Verbindung mit Server herstellen" den Server mit dem Namen "name.domain" (also exakt so wie bisher verwendet) ohne Angabe eines Benutzers hinzu.

Danke, dass ich dafür diesen Artikel lesen durfte.

Remote Shutdown für den Server einrichten

Die Konfiguration wird auf dem Hyper-V Server in der Powershellkonsole durchgeführt.

Benutzer anlegen

Das Passwort wird abgefragt.
New-LocalUser "UserShutdown"

Benutzerrechte festlegen

Dazu muss zunächst ein PS Script Modul heruntergeladen und eingebunden werden.
$url = "https://gallery.technet.microsoft.com/scriptcenter/Grant-Revoke-Query-user-26e259b0/file/198800/1/UserRights.psm1"
$output = "UserRights.psm1"
# $start_time = Get-Date
Invoke-WebRequest -Uri $url -OutFile $output
# Write-Output "Time taken: $((Get-Date).Subtract($start_time).Seconds) second(s)"
Import-Module .\UserRights.psm1

User Rechte erteilen 
Grant-UserRight -Account "UserShutdown" -Right SeRemoteShutdownPrivilege"

Firewall

Regeln für "File and Print" aktivieren
netsh advfirewall firewall set rule group=”File and Printer Sharing” new enable=Yes

Volume verkleinern

Ich würde gern noch das Volume C auf dem Hyper-V Server minimieren. 48 GB sollten dafür ausreichen, derzeit ist das Volume 127 GB groß. Die Aufgabe erledigt man einfach mit:
diskpart

Am Prompt von diskpart lässt man sich die Plattenkonfiguration zeigen, wählt die gewünschte Partition und verkleinert sie um den Betrag 80000 MB. (1024 MB = 1 GB)
list disk
sel disk 0
list part
sel part 4
shrink desired=80000
exit

Probleme

Scheinbar ziemlich aktuell taucht ein Problem auf, wenn die CredSSP der beiden Maschinen einen unterschiedlichen Patchlevel haben. Ich konnte mich zwar mit dem Hyper-V Manager zu meinem Hyper-V Server verbinden und kann den komplett administrieren, eine Verbindung zu den Virtuellen Gastmaschinen schlug aber wieder mit der Meldung "CredSSP ... Oracle ... Remediation ... linkid=866660" fehl. Abhilfe schafft in dem Fall auf die Schnelle:
gpedit und diese Einstellung am Client
Quelle

Dies und das

Firewall aus und einschalten
NetSh Advfirewall set allprofiles state off
NetSh Advfirewall set allprofiles state on


Firewall Rules abfragen
Get-NetFirewallRule -name *

Donnerstag, 23. August 2018

FritzBox mit TR064 abfragen

TR064 oder TR-064 ist ein Schnittstellen Protokoll für DSL Router. Hier findet man nähere Information und ein paar Dokumente.
Das Modul FRITZBOX von FHEM kennt zwei Kommandos für TR064
get FritzBoxName tr064ServiceList
gibt einen strukturierte List mit Funktionen und Kommandos.
get FritzBoxName tr064Command Kommando
lässt TR064 Kommandos an die Fritzbox senden und man bekommt etwas zurück. Aber wie kommt man zu dem Syntax für "Kommando"?
Hier habe ich im Forum mal einen Beispielbefehl gefunden, von dem habe ich mich versucht weiter zu hangeln.
get FB7490 tr064Command WANPPPConnection:1 wanpppconn1 GetInfo
Gibt eine Liste zurück aus der man Werte zu DSL Verbindung auslesen könnte.
  • Aber was gibt es denn noch so? 
  • Wie kommt man von der Service Liste zum Befehl?
Beispiel aus der Service Liste
 Spec: http://192.168.90.1:49000/wancommonifconfigSCPD.xml    Version: 1.0
 Service: WANCommonInterfaceConfig:1     Control: wancommonifconfig1
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
  GetCommonLinkProperties ( ) = ( NewWANAccessType NewLayer1UpstreamMaxBitRate NewLayer1DownstreamMaxBitRate NewPhysicalLinkStatus )
  GetTotalBytesSent ( ) = ( NewTotalBytesSent )
  GetTotalBytesReceived ( ) = ( NewTotalBytesReceived )
  GetTotalPacketsSent ( ) = ( NewTotalPacketsSent )
  GetTotalPacketsReceived ( ) = ( NewTotalPacketsReceived )
  X_AVM-DE_SetWANAccessType ( NewAccessType )
  X_AVM-DE_GetOnlineMonitor ( NewSyncGroupIndex ) = ( NewTotalNumberSyncGroups NewSyncGroupName NewSyncGroupMode Newmax_ds
                                    Newmax_us Newds_current_bps Newmc_current_bps Newus_current_bps Newprio_realtime_bps
                                    Newprio_high_bps Newprio_default_bps Newprio_low_bps )
Für ein funktionierendes tr064Command braucht man:
  1. Aus der Überschrift: den Wert hinter Service: 
  2. den Wert hinter Control: 
  3. Die Werte für Action stehen in der Tabelle links,
  4. dahinter steht in der Klammer das Argument 
und auf der rechten Seite (hinter dem Gleichheitszeichen) stehen die zu erwartenden Werte.

Das Kommando wird im Prinzip so zusammen gesetzt:
get FritzboxName tr064Command Service Control Action Argument Value
Beispiel 1: ohne Argument (weil die Klammer leer ist)
get FB7490 tr064Command WANCommonInterfaceConfig:1 wancommonifconfig1 GetCommonLinkProperties
Beispiel 2: Argument und Value
get FB7490 tr064Command WANCommonInterfaceConfig:1 wancommonifconfig1 X_AVM-DE_GetOnlineMonitor NewSyncGroupIndex 0

Während man ja bis zum Argument noch über die Service Liste kommt, wird es dann beim Value irgendwie schwierig. Zumindest gab es in dem Dokument  dann Anhaltspunkte, das habe ich gefunden über Google mit dem Begriff aus der Überschrift des Service Abschnittes "wancommonifconfigSCPD"

Ansonsten hilft probieren, suchen und raten.

Mittwoch, 22. August 2018

QR Code für WiFi Zugang

Ohne viel zu tippen und eventuell falsche Zahlen und Buchstaben kommt man mit modernen Android und IOS Systemen per Scan ins Wlan. WiFi Zugang (WLAN) teilen heisst der Menüpunkt im Smartphone wenn man mit dem Wlan verbunden ist. Und das Smartphone zeigt in dem Moment genau einen QR Code, den man mit dem anderen Smartphone scannen kann und mit einem Klick kann man sich verbinden.
Also einfach einen QR Code fürs Wlan basteln!

Es gibt dazu einen standardisierten String der bereitgestellt werden muss. Die einzelnen Textelemente sind durch ; getrennt. Die "" können normalerweise entfallen.
WIFI:T:WPA;P:"password";S:"SSID Name";;
Unter debian Linux
sudo apt-get install qrencode
Unter OpenWrt gibt es auch das Paket qrencode allerdings mit Einschränkungen.

Diese Befehlszeile erzeugt die PNG Datei:
qrencode -t png -o ~/SSID_wifi_config.png 'WIFI:T:WPA;P:"password";S:"SSID Name";;'


Oder unter OpenWrt erzeugt man eine SVG Datei, da ist kein PNG verfügbar!
qrencode -t svg -o ~/SSID_wifi_config.svg 'WIFI:T:WPA;P:"password";S:"SSID Name";;'
Die fertige Datei drucken, oder anderweitig zur Verfügung stellen.

Mit dem "QR Code Reader - Ohne Werbung" von Sustainable App-Developer hatte ich guten Erfolg unter Android. Er will nur Bilder aufnehmen und braucht keine weiteren Rechte.