Mittwoch, 25. November 2015

Alles automatisch

Ich bin absoluter Fan von automatischen, Script gesteuerten Installationen. Die Vorteile scheinen enorm. Vor allem:
  • Man dokumentiert mit den Scripts exakt den Installationsablauf.
  • In Zukunft läuft eine Neuinstallationen von ganz alleine.
Zumindest in der Theorie, in der Praxis bedeutet es vor allem viel Zeit bis so eine Installation läuft.
Ich hätte wahrscheinlich in der Zeit, die ich für meine "Forschung" vertan habe, gut und gerne 50 Raspberry Systeme per Hand installieren können. Egal, ich habe es gemacht und will gerne meine Ergebnisse und Erfahrung teilen.

Ursprünglich wollte ich nicht warten bis das offizielle Jessie Raspbian Image von raspberrypi.org verfügbar ist. Aber dann hat alles etwas länger gedauert. In den meisten Fällen wird das offizielle Image die bessere Wahl sein, um seinen Raspberry Pi aufzusetzen. Ich habe deshalb auch Wert darauf gelegt, dass meine Scripts weitestgehend unabhängig davon laufen ob man ein fertiges Image oder ein gerade "aktuell" heruntergeladenes mit raspbian-ua-netinst hat.
Bei mir dauert das gesamte Image mit den grundlegenden Paketen für mein FHEM System ca. 73 min für download und Setup auf der SD Card.
Selbst das Basisimage dauert zwischen 30 und 42 min. Also nicht gerade schnell und ich empfehle für denjenigen der mit den Installationsscripts experimentieren will, dieses Image abzuspeichern (analog zu meinem Beitrag) und es immer wieder als Ausgangspunkt zu verwenden. Das Image auf eine SD Card zurück schreiben dauert bei 12 MB/sec Schreibgeschwindigkeit nur ca. 4,5 min.
Wer mit raspbian-ua-netinst an sich spielen will: die absolute minimal Installation dauert bei mir ca. 28 min (DSL 2300, netinst Version 1.0.7).
Man braucht nur im Fehlerfall den lokalen Monitor und Tastatur. Nach erfolgreicher Installation greift man mit ssh (putty) auf den raspberrypi (Hostname) zu.

Basisimage

Wer das Original Image von raspberrypi.org verwenden will, kann es einfach herunterladen und mit einem Image Tool seiner Wahl (z.B. win32diskimager) auf die SD Card (=> 8 GB) schreiben.  Die SD Card muss hierfür nicht separat formatiert werden. Mit raspi-config sollte das System nach dem ersten Start konfiguriert werden.
Für die automatische Installation ist dann nur mein Script system-install.sh notwendig.

Für ein schmales "netinst" Image laden wir die aktuelle Zip Datei von hier.

  • Die SD Card (=> 4GB) wird mit SD-Formatter formatiert, falls die SD Card schon im Raspberry steckte: Resize Option verwenden!
  • Der Inhalt der ZIP Datei (ca. 17 MB groß) wird auf die SD Card kopiert, es ist kein Image Tool notwendig!
  • Soll die Installation komplett automatisch erfolgen, werden einfach alle notwendigen Script und Textdateien mit auf die SD Card kopiert.
  • Netzteil anschließen, warten - fertig.

Wichtig!:

Es ist wichtig, die SD Card mit dem Programm SD Formatter zu formatieren und nicht einfach mit Windows. Obwohl in beiden Fällen von der SD Card gestartet werden kann, funktioniert die Installation und Umpartitionierung der SD Card nur nach der Formatierung mit SD Formatter.

Die von mir bereitgestellten Dateien müssen/können angepasst werden. Dies macht man z.B. mit Notepad ++.
Ganz wichtig ist darauf zu achten, dass die Dateien im Unix Format (nur LF als Zeilenende) erzeugt werden um Fehler zu vermeiden. Notepad von Windows erzeugt Dateien im Windows Format (CR und LF als Zeilenende). Obwohl die Dateien im Windows/Dos Format ohne Fehlermeldung akzeptiert werden und durchaus auch funktionieren können, gibt es völlig unerwartete Reaktionen die ausschließlich auf das falsche Dateiformat zurückzuführen sind. Das hat mich einiges an Zeit gekostet weil ich mal schnell etwas per cut&paste aus Notepad kopiert habe und nicht auf das Dateiformat geachtet habe.

Die Datei "installer-config.txt"

Jede Zeile in der installer-config.txt hat einen default Wert. Dieser Wert ist offenbar Versionsabhängig und sollte im Zweifelsfall weggelassen werden. Also bitte nur Zeilen eintragen die vom default Wert abweichen.
Allerdings funktionierte eine Datei nur mit der Zeile "release=jessie) nicht, ich habe immer mindestens die ersten vier Zeilen angeben.
Die Datei darf keine zusätzlichen Leerzeichen enthalten, also packages=pkt1,pkt2 und nicht packages= pkt1,pkt2

packages=alsa-utils,apt-utils,build-essential,console-setup,fonts-freefont-ttf,git,keyboard-configuration,nano,rng-tools,strace,sudo,unzip,usbutils
release=jessie
hostname=RaspberryPi
bootsize=+128M
rootsize=+3200M

Die Installation mit dieser Datei (und ohne post-install.txt) dauert bei mir ca. 42 min. Es werden nur einige notwendige Packages installiert die im Original Raspbian Image auch enthalten sind.

Anmerkung

Aufgrund der verwendeten Paketquellen können nicht alle Pakete installiert werden. Je nach Lage der Pakete kann sich das jederzeit auch mal ändern. Ich habe mir so geholfen, dass ich bestimmte Pakete über die post-install.txt installiere. Das könnte man auch mit allen zusätzlichen Paketen machen und in der installer-config.txt nur release, hostname und Partitionsgrößen definieren.

Partitionsgröße

Die Angaben zur Partitionsgröße werden mit dezimalen Faktoren umgesetzt. Meine Angabe mit 128M erzeugt eine Partition die unter Windows mit 122 MByte (exakt MiB) angezeigt wird. Will man eine Partition mit binärem Teiler von 128 MiB erzeugen müsste man 134217728 (128*1024*1024) eintragen. Hier findet man etwas zu diesem Thema.
Im Installationsscript von netinst wird die Größe mit fdisk umgesetzt, man könnte also mit fdisk Parametern experimentieren: +123000000, +123000K, +123M

Account

Da ich hier keine Anpassung vorgenommen habe, wird der Standard Account root mit dem Passwort raspbian erzeugt.


Die Datei "post-install.txt"

Die Readme sagt dazu:
There is also another configuration file you can provide, post-install.txt, and you place that in the same directory as installer-config.txt. The post-install.txt is executed at the very end of the installation process and you can use it to tweak and finalize your automatic installation.
The configuration files are read in as shell scripts, so you can abuse that fact if you so want to.

Die Datei post-install.txt wird als Shell Script ausgeführt. Prinzipiell kann man darin also "alles" machen. Es gibt aber Einschränkungen:
Das Dateisystem unterscheidet sich vom fertig installierten raspbian:
  • Suchpfade sind nicht vorhanden
  • Es existiert keine "Root" man muss vor jede Pfadangabe /rootfs bzw /bootfs hängen.
  • Programme die davon ausgehen, dass eine Root existiert muss man mit "chroot /rootfs" aufrufen.
Das wird zum Einen leicht nervig, zum Anderen ist dann dieses Script nicht ohne weiteres an andere Stelle verwendbar. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen aus der post-install.txt lediglich weiter Scripts aufzurufen. Da die Root Dateiumgebung an den Prozess vererbt wird, gilt diese dann für das gesamte Script. Damit wird der Syntax im Script wieder halbwegs normal und man kann das Script auch manuell im fertigen System aufrufen. Ich habe mich dazu entschlossen zwei Scripts zu machen. Diese kann man beliebig aufgliedern oder zusammenfassen. Um config Dateien zu schreiben und zu verändern habe ich bewusst unterschiedliche Techniken/Möglichkeiten eingebaut.

 chroot /rootfs /bin/bash /boot/system-config.sh  
 chroot /rootfs /bin/bash /boot/system-install.sh  

Das Script "system-config.sh"

In dem Script will ich Dinge einbauen, die man vielleicht typischerweise auch mit raspi-config oder anderen, interactiven Tools erledigt. Damit soll diese Script Einstellungen tun und Pakete installieren, die im offiziellen Raspbian Image vorhanden sind.
  • Zeitzone einstellen
  • Keyboard einstellen
  • System Sprache einstellen 
  • Benutzer pi anlegen
  • Firmware und dazu notwendige Software installieren
  • Wlan einrichten
  • Raspi Tools installieren
  • Startumgebung des pi anpassen
Mein aktuelles Script läuft ca. 10 min. Die Zeit hängt auch wesentlich davon ab, ob die apt-get Datenbasis aktuell ist oder durch das Script wesentlich aktualisiert wird. Das Script verwendet weitere Textdateien mit Konfigurationsinformationen. Diese müssen mit auf die SD Card kopiert werden: config.txt.org, wpaconfig.txt.

Das Script "system-install.sh"

In dem Script soll vor allem zusätzliche Software installiert werden und es soll auch auf einem offiziellen Raspbian Image ausgeführt werden können.
  • Software installieren
  • Samba konfigurieren
  • Scripts kopieren und Rechte setzen
  • Dienste konfigurieren
  • FHEM herunterladen und eventuell installieren
Mein aktuelles Script läuft ca. 20 min. Es benötigt keine weiteren Dateien.

Hier gibt es alle besprochenen Scripts zum download.
Ich übernehme keine Verantwortung für Funktion und eventuelle Schäden!
Alle Scripts sind als Beispiele zu verstehen! Insbesondere die Datei wpaconfig-Public.txt muss editiert werden und als wpaconfig.txt gespeichert werden.
Der Inhalt des Links kann sich jederzeit der aktuellen Situation anpassen.

Tipps

Wer den Benutzer Root deaktivieren will (wie im Original Image) kann dies tun:
 sudo passwd -l root  

Der Installationsprozess ist von der Download Geschwindigkeit und der Schreibgeschwindigkeit der SD Card abhängig. Schnelle SD Card und Raspberry Pi 2 verkürzen die Installationszeit.

Die Code Zeilen wurden mit Hilfe vom dieser Seite formatiert:
http://codeformatter.blogspot.de/2009/06/how-to-format-my-source-code-for.html

Samstag, 14. November 2015

FHEM und Jessie

Ich hatte ja mal aufgeschrieben wie man FHEM auf dem Raspberry Pi ziemlich geradlinig neu einrichtet. Nun gibt es seit kurzem ein offizielles Raspbian Image auf der Basis von Jessie, der neuen Debian Version. Die Welt hat sich insgesamt ein wenig weiter gedreht und es ergeben sich ein paar Änderungen.
Das aktuelle Raspbian Jessie Images (1,3 GB) gibt es wie immer auf der offiziellen Seite.  Die Zip Datei wird entpackt, sie ist wesentlich größer als noch mit Wheezy. Die Image Datei passt nicht mehr auf eine 4 GB SD Card ist auch für das FAT32 Dateisystem zu groß.
Jetzt startet man den Raspberry wie gewohnt und alles weitere funktioniert über Terminalzugang. Mit Raspi-config sollte mindesten die "Internationalisation Options" eingestellt werden. Vor allem Zeitzone und Zeit, damit man von Beginn an richtige Zeitstempel hat.
Das Jessie Image startet per default in die graphische Oberfläche, für einen FHEM Server wahrscheinlich sinnlos. Das kann man auch gleich mit raspi-config abschalten.
Überhaupt ist ziemlich viel in das Image gepackt, was die meisten auf einem Raspberry Pi nicht brauchen werden.

Als Erstes auf alle Fälle:
sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade 

Dann die gesamte notwendige Software, das funkioniert wie bisher:
sudo apt-get install expect libdevice-serialport-perl libdigest-md5-file-perl libgd-graph-perl libimage-librsvg-perl libio-socket-ssl-perl libjson-perl liblwp-protocol-http-socketunix-perl liblwp-protocol-https-perl libnet-ssleay-perl libsoap-lite-perl libwww-perl libxml-simple-perl msttcorefonts perl python-dev python-rpi.gpio samba samba-common-bin sendemail telnet && sudo cpan install Digest::SHA1

Aufräumen:
sudo apt-get clean && sudo apt-get autoremove

Meine Konfiguration von damals mit FHEM auf der Fritzbox ist obsolete, aber die das Taster gesteuerte Shutdown und Neustart ist nach wie vor aktuell. Also das Script kopieren und anschließend Rechte setzen und Sonos Soundausgabe vorbereiten.
sudo chmod 777 /home/pi/shutdown.py && sudo mkdir /mnt/SonosSpeak && sudo chmod 777 /mnt/SonosSpeak/

Ab jetzt kommen ein paar Neuerungen ins Spiel. Für den Start des Scripts wird unter Systemd ein Dienst eingerichtet. Als erstes wird eine Datei angelegt, am Einfachsten gleich mit dem Editor:
sudo nano /etc/systemd/system/pishutdown.service

Inhalt:
[Service]
ExecStart=/usr/bin/python /home/pi/shutdown.py
WorkingDirectory=/home/pi
Restart=always
StandardOutput=syslog
StandardError=syslog
SyslogIdentifier=pishutdown
User=root
Group=root
[Install]
WantedBy=multi-user.target

sudo chmod 777 /etc/systemd/system/pishutdown.service

Der Dienst muss aktiviert und gestartet werden. Der Start hat bei mir erst nach dem nächsten reboot funktioniert.
sudo systemctl enable pishutdown.service
sudo systemctl start pishutdown.service

Das läuft bei mir wie bisher, es gibt aber auch hier andere Möglichkeiten und andere Scripts. Im ursprünglichen Post ist eine heftige Diskussion mit jede Menge Vorschlägen entstanden.

Email mit sendEmail verschicken hat sich in der Einrichtung auch vereinfacht. Im FHEM Wiki wurde mittlerweile eine wichtige Korrektur zu meinem ursprünglichen Artikel veröffentlicht. Stand heute ist das aber nicht mehr notwendig. Die dort beschrieben Änderung in der ehemaligen Zeile 1907 ist jetzt in Zeile 1933 schon wie im Wiki beschrieben enthalten. 
Damit funktioniert sendEmail auf Anhieb.

Der Samba Service muss noch konfiguriert werden, da ich Dateien für SonosSpeak bereitstellen will.
sudo mkdir /mnt/SonosSpeak
sudo chmod 777 /mnt/SonosSpeak/
sudo nano /etc/samba/smb.conf

Folgende Zeilen hinzufügen:
[SonosSpeak] comment = Audio-Files for SonosPlayer to Speak 
read only = false 
path = /mnt/SonosSpeak 
guest ok = yes

Normalerweise ist per default in der Global-Sektion kein Eintrag für den Parameter Security vorhanden und steht damit auf user. Hier muss normal nichts eingetragen werden!
[global]
security = user

Der Restart des Samba-Servers funktioniert nun so:
sudo systemctl restart smbd.service
Die Installation von FHEM mache ich nach wie vor über Paket Download und Paketverwaltung dpkg. Die Einrichtung über Aptitude wie hier beschrieben habe ich mal probiert. Ich konnte da keine Vorteile erkennen.
wget http://fhem.de/fhem-5.6.deb && sudo dpkg -i fhem-5.6.deb

Das so aktualisierte Image kann man natürlich wieder als eigenes Image ablegen.

Das Jessie Image ist 4224000000 Byte groß, das sind 4125 Sektoren a 1024 byte. Zum Kopieren starten wir wieder den Raspberry mit einem anderen System, das zu kopierende System muss "offline" sein. Die SD Card kommt in einen USB Reader und wir benötigten einen Stick mit einem Dateisystem für Dateien größer 4GB. 
Ich habe auf die "Schnelle" probiert, das Image auf der SD Card des laufenden Systems zu erzeugen, da diese genug freien Platz hatte (16 GB). Anschließend habe ich die Imagedatei mit Winscp übers Netzwerk kopiert, dass dauert allerdings ca. 35 Minuten bei 2 MBit/sec - die Netzwerkschnittstelle des Raspbberry ist eben nicht die Schnellste.
sudo dd bs=1M count=4125 if=/dev/sda of=/home/pi/raspbian.img

Dies dauert mit 7,6 MB/s knapp 10 min. 

Will man kleinere Images und benötigt nicht ein komplettes Raspbian, kann man mit dem netinst Image ein minimales aktuelles System erstellen. Dazu wird es einen extra Beitrag geben.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Preiswerter 4 fach potentialfreier Schalter Homematic

Es gibt von Homematic eine 4 fach Hutschienenaktor (72 mm) der zwar potentialfreie Schaltkontakte hat aber laut Beschreibung und expliziter Angabe in Servicehinweisen nur für einphasigen Anschluss zugelassen ist. Es gibt einzelne Hutschienenaktoren die beliebige Phasen schalten können. Es gibt einen Feuchtraumaufputzschalter (171 mm) für den keine Angaben zu mehrphasigen Schaltvermögen gemacht werden. Diese Aktoren kosten aktuell etwa 100 bzw. 150 €. Der einzelne Aktor (35 mm) kostet als Bausatz für 4 Phasen, also 4 Stck in Summe ca. 176 €
Ich habe mir eine Alternative überlegt: unabhängige Phasen schalten, geringer Standby Verbrauch, 16 A pro Kanal, Hutschienenmontage, 191,25 mm breit, Kosten 79,02 € davon Gehäuse 21,76 €.

Einkaufsliste mit Artikelnummern für Conrad bzw. Elv:


Das montierte Ergebnis sieht so aus:


Die Relais Module gibt es auch ohne bestücktes Relais, wer also Wert auf ein bestimmtes Relais legt kann diese separat und wenn gewünscht auch mit Sockel montieren.  Die Bilder im Conrad Katalog entsprechen nicht der tatsächlichen Bestückung. Die bei mir gelieferten Module waren HF14FW  012-ZST.
Die Relais Module haben eine Statusanzeige und die Schutzdioden an Board, sie können also direkt mit den Transistor/Mosfet Stufen angesteuert werden.
Nirgendwo ist der Schaltplan der Module zu finden, deswegen liefere ich den mal nach.


Das Schaltnetzteil hat einen Standby Verbrauch von ca 0,15 Watt. Die verbauten Relais ziehen jeweils 60 mA, das Netzteil hat damit maximal 245 mA zu liefern und damit noch etwas Luft.
Der Aufbau des Bausatzes HM-LC-Sw4-Ba-PCB ist relativ simpel, nur die Anschlussklemmen und das Funkmodul müssen aufgelötet werden. Die Antenne wurde leicht verändert montiert. Die Empfangseigenschaften sind trotz Einbau im Schaltschrank überraschend gut.
Das Schaltnetzteil passt mit seinen Befestigungslaschen und geringem Druck in die Leiterplatten Fugen der Gehäuseteile. Die geringfügige Lücke zwischen Leiterplatte und Netzteil wurde mit Heißkleberpunkten geschlossen, wer will kann auch einen zusätzlichen Abstandstreifen einfügen. Die Verdrahtung der Module ist simpel, die Relais Module erhalten gemeinsam den Pluspol, der HM-LC-Sw4-Ba-PCB schaltet gegen Minus.

Nachteil der Lösung: Das Modul ist relativ breit, bei mir war der Platz aber vorhanden.

Dienstag, 25. August 2015

Notizen zu Wake On LAN

Manchmal muss man ja "umgekehrt denken". Ein alter Spruch von mir ist: Wenn Copy sagt er kann das Ziel nicht schreiben, bedeutet das in Wahrheit er kann die Quelle nicht lesen. Ich glaube dieser Fehler ist irgendwann um 1980 in die Copy Routine von CP/M oder MS-DOS eingebaut wurden und hat sich seither gehalten.
Warum diese Vorbemerkung? Ganz einfach, will man erfolgreich Wake On LAN (WOL - aufwachen über das Netzwerk) machen muss man die Maschine vorher richtig herunterfahren. WOL selbst ist relativ easy, aber die Maschine in den Zustand versetze, dass sie auf die Magic Packets lauscht ist (immer noch) nicht ganz selbstverständlich.
Hintergrund: Die Netzwerkkarte muss zumindest zum Teil aktiv bleiben, ein Link zum Netzwerk existieren und die Netzkarte muss dem Computer den Startbefehl geben können. Diese Einstellung erreicht man zumeist im Computer BIOS, früher waren auch noch Jumper oder spezielle Kabel notwendig. Aber all das führt nur zum Erfolg, wenn das Betriebssystem den Computer auch richtig herunter gefahren hat. Zuständig dafür ist ACPI. Das bedeutet im Umkehrschluss: War der Strom wirklich weg, geht anschließend kein WOL, dann ist die Wachsamkeitsphase der Netzwerkkarte gestört wurden. Erst ein Start des Systems und ein anschließender ordentlicher Shutdown führt den Computer wieder zu der Fähigkeit durch WOL aufzuwecken. Mir ist zumindest kein System bekannt, wo das ohne geht. In Wahrheit ist Strom weg also wirklich aus und Shutdown ein tiefer Standby.
Falls Wake on Lan also nicht einfach so funktioniert (es gibt schon System, da geht es einfach so) sollte man zuerst im Bios nachschauen.

BIOS

APM        - Advanced Power Management
Wake UP - Aufwachen durch PCI oder PCIe
Power Off - Zustand nach Stromausfall

Sind die Punkte nach denen man im Bios suchen muss, in jedem Bios bei jedem Hersteller sind diese Punkte immer wieder unterschiedlich einsortiert und benannt.
Nachdem man im BIOS alles aktiviert hat kann man sich durch Windows hindurch arbeiten. Es gibt keine allgemeingültige Vorgehensweise, man kann die Punkte in der folgenden Reihenfolge kontrollieren/einstellen und jedes Mal versuchen ob es funktioniert. Die Link LED am Switch (nicht die an der Netzkarte) ist übrigens das Indiz ob die Einstellungen erfolgreich war. Sie geht in der Regel auf einen "Low Speed" Link Status, aber ohne Link geht es nicht.

Strom weg?

Es ist häufig so, das nach Stromausfall die Netzkarte nicht mehr im "Bereitschaftszustand" ist. Eigentlich relativ normal habe ich früher gedacht. Aber neuere Systeme können auch dies: Man muss im BIOS nach den Punkt "APM/Restore AC Power loss" oder so ähnlich suchen. Dort kann man quasi einstellen "Last State - vorher wie nachher".
Bei vielen System wird dadurch auch der Zustand der Netzwerkkarte wiederhergestellt.

Unter Windows gibt es folgende "Hürden"

  • Netzkartentreiber - Muss ein Shutdown für WOL generell unterstützen. Manchmal hilft ein neuer Treiber. Auch wenn die Einstellungen alle vorhanden und aktiv sind, hilft manchmal nur ein neuer Treiber. Offenbar sind manche Treiber die von Windows (scheinbar aktuell) mitgeliefert werden genau dort beschnitten. Ich rede von bekannten Herstellern die Allianzen mit Microsoft haben, z.B. Intel!
  • Energieverwaltung am Netzkartentreiber - unterschiedliche Konfigurationsmöglichkeiten unter dem Reiter Energieverwaltung, Erweitert und eventuell weitere treiber spezifische Reiter. Intel hat aktuell zusätzliche Reiter, diese fehlen in den Treibern die von Windows 10 mitgeliefert werden. Der Atheros Treiber hat einen zusätzlichen Punkt für "Shutdown Wake Up"  
  • Energieverwaltung des Systems - hier kann man versuchen Windows Schnellstart auszuschalten - wenn WOL nicht geht. (völlig unlogisch!) Diese Option wird erst eingeblendet wenn man auswählt was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll - auch logisch!?!
  • Herunterfahren - aber wie? In der Kommandozeile shutdown -s eingeben ist nicht immer dasselbe wie Herunterfahren über den Menüpunkt. Eigentlich dachte ich immer, das ist genau das Gleiche. Aber offenbar nicht. (Ob ich hier noch Informationen bekomme?) Im Übrigen wirkt ein Remote Befehl von linux (net rpc shutdown ...) wie ein lokales shutdown auf Kommandozeile, wenn WOL damit geht, funktioniert es auch von linux Remote.

Das Verhalten unter Windows kann sich leider bei jedem Update ändern. Wenn man sich also darauf verlassen muss dass WOL noch geht, sollte man es regelmäßig nach Updates überprüfen wenn man vor Ort ist.

Herunterfahren Button auf dem Desktop

  • Irgendwo auf dem Desktop rechte Maustaste - neu - Verknüpfung
  • Hier shutdown -s eintippen, weiter und einen Namen seiner Wahl eingeben.
  • Rechte Maustaste auf die neue Verknüpfung und dann Eigenschaften - Anderes Symbol.
  • Hier ein Symbol seiner Wahl auswählen.
  • Rechte Maustaste auf das neue Symbol und dann - Anheften an Taskleiste - nach belieben verschieben.
  • Mit einem Klick fährt der PC WOL tauglich herunter!

Linux

Da habe ich bisher wenig Tipps. Entweder es geht oder es geht nicht, hängt von der Distribution, den Treibern und den Einstellungen ab. Mal sehen ob ich hier noch mehr Infos einsammeln kann.

Mit dem Tool ethtool kann man feststellen ob WOL aktiviert ist oder nicht.

sudo ethtool <Your interface name>

ergibt als Ausgabe so etwas:

  • Supports Wake-on: pumbg
  • Wake-on: g

Letzteres sagt: WOL ist aktiviert!

Für Debian habe ich hier eine Anleitung gefunden. Es gibt auch hier noch eine Wiki WOL Übersicht

Ein frisches System mit debian netinst.iso konnte ich mit einer zusätzlichen Datei in /etc/network/interfaces.d/ erfolgreich konfigurieren:

auto enp1s0
iface enp1s0 inet dhcp
        ethernet-wol g

Ein debian Trixie Desktop System verwendet nmcli. Dies konnte ich so konfigurieren:

sudo nmcli con show
sudo nmcli connection modify 'Wired connection 1' 802-3-ethernet.wake-on-lan magic

Auf einem Proxmox Host kann man eine Datei in /etc/network/interfaces.d/ so gestalten:

# vmbr0 is set to static, look for the right bridged interface
iface enp3s0 inet manual
post-up /usr/sbin/ethtool -s enp3s0 wol g

Ubuntu verwendet per default netplan, dies kennt eine Option: wakeonlan (bool). (Enable wake on LAN. Off by default.) 

Modifizierte /etc/netplan/00-installer-config.yaml als Beispiel:

# This is the network config written by 'subiquity'
network:
  ethernets:
    enp2s0:
      wakeonlan: true
      dhcp4: true
  version: 2

Ganz universell wäre vielleicht ein extra systemd Service, so wie hier beschrieben. 

Wahrscheinlich muss man alle debian basierten Systeme gezielt vorbereiten. Siehe diesen Artikel.

Herunterfahren des Systems kann auch entscheidend für WOL sein. Es macht bei manchen Systemen einen Unterschied ob man poweroff oder shutdown now verwendet.

Meistens darf das System nicht in den S5 Modus geschickt werden. 

Donnerstag, 20. August 2015

Hilfe! Mein Log File läuft über

Gestern habe ich mit einem FHEM Modul für LG Fernseher gespielt. Es war das Falsche wie sich schnell herausgestellt hat. Nun ja, gelöscht und gut!?
Heute konnte ich mein Log File nicht öffnen, bzw. hat es ewig gedauert. Toll plötzlich 132 MB groß!
Das LGTV Device war zwar gelöscht aber das Modul noch aktiv und das hat ca. 70 mal in  der Sekunde rumgejammert, dass da kein Fernseher ist. Um das Problem erstmal zu stoppen:
shutdown in der FHEM Befehlszeile eingeben. Oder im Terminal:
 sudo invoke-rc.d fhem stop  
Und nun? Log File weg schmeißen und neu anfangen? Muss nicht sein, Linux hilft und ist genial wenn man weiß wie. Ich weiß die Linuxer werden jetzt müde lächeln. Also Terminal auf und los:
 sudo cat /opt/fhem/log/fhem-2015-08.log |grep -v "LGTV" > /opt/fhem/log/fhem-2015-08.txt  
Damit wird das Logfile neu geschrieben und alle Zeilen mit LGTV werden ausgelassen (Option -v)  (es waren ca 3,3 Mio Zeilen). Das dauert wenige Sekunden, ein Benchmark der besonderen Sorte.
Jetzt stimmt der neue Name nicht und die Berechtigung (Ich war als pi angemeldet).
Anschließend FHEM wieder starten.
 sudo rm /opt/fhem/log/fhem-2015-08.log  
 sudo mv /opt/fhem/log/fhem-2015-08.txt /opt/fhem/log/fhem-2015-08.log  
 sudo chown fhem:dialout /opt/fhem/log/fhem-2015-08.log  
 sudo invoke-rc.d fhem start  

Hinweis

Je nach konkreter Systemumgebung kann es sein, dass die erste Zeile so nicht läuft, da grep die sudo Rechte nicht erbt. Dann hilft die sudo "shell" mit
 sudo -i  
und man kann die ganzen sudo weglassen. Mit exit wird die sudo shell wieder verlassen.

Wer es öfters braucht: man kann auch ein kleines Script machen, wo lediglich der Suchbegriff angepasst werden muss. Achtung die eigentliche Version des Scripts schafft Tatsachen. Deshalb erstmal testen und dann die entscheidenden Kommentarzeichen löschen.
Grep sucht nach Regular Expressions - man kann die Suche auch komplexer oder feiner machen. Mein Script sucht einfach nach der Textkette (Auch mit Leerzeichen):
#!/bin/bash
# Script entfernt Zeilen aus dem aktuellen Log File von FHEM
# Suchbegriff für die Zeile die entfernt werden soll
STR="LGTV"
month=$(date +%Y)-$(date +%m)
service fhem stop

cat /opt/fhem/log/fhem-$month.log |grep -v "$STR" > /opt/fhem/log/fhem-$month.txt$
#rm /opt/fhem/log/fhem-$month.log
#mv /opt/fhem/log/fhem-$month.txt /opt/fhem/log/fhem-$month.log
#chown fhem:dialout /opt/fhem/log/fhem-$month.log

service fhem start

Zwei Jahre später habe ich dazu gelernt:
Man kann vieles direkt in der FHEM Kommandozeile machen:
LogFile kurzerhand auf 0 setzen:
{qx(truncate $currlogfile --size 0);;Log 1, "Logfile gelöscht"}
Die Ausgabe des korrigierten aktuellen Logfiles direkt im Browser betrachten:
{`sed /<Suchmuster in der Zeile>/d $currlogfile`}
Oder mit Umwegen auch wieder zurückschreiben und das LogFile funktioniert weiter:
{qx(sed /<Suchmuster in der Zeile>/d $currlogfile > temp.log ;; cp temp.log $currlogfile;; rm temp.log);;Log 1, "Logfile manipuliert"}

Das Tool sed kann zwar einfach Zeilen aus dem Textfile löschen, aber danach wird das LogFile nicht weiter beschrieben.
sed -i /<Suchmuster in der Zeile>/d <Logfile>


Hier habe ich noch ein paar nützliche sed Script Beispiele gefunden.

Mittwoch, 19. August 2015

Zeitschalter mit Homematic Aktoren

Hier wird gezeigt wie man die Reaktion von internen Tasten an Homematic Aktoren am Beispiel einer Zeitschaltung beeinflussen kann. Eine normale Zeitschaltung innerhalb von FHEM sollte einfacher mit dem on-for-timer erfolgen!

Zustände

Die Homematic Aktoren (Schalter) schalten so wie es der verknüpfte (peering) Sender vorgibt. Sie haben dazu Registersätze die für jede Verknüpfung (peer) neu angelegt und gespeichert werden. Man kann also mit einem Taster ein und aus schalten. Mit einem anderen Taster eine Zeitschaltung für 10 sec starten. Dabei wird nicht der Taster oder der Schalter auf "Zeitschalter" programmiert, sondern die Verknüpfung Taster mit Schalter wird im Schalter entsprechend gespeichert. Der Schalter macht dabei dann das, was der letzte Tastendruck als Aktion hinterlegt hat. Kleines Beispiel:
 T1 schaltet S1 für 10 sec an  
 T3 schaltet S1 an  
 T4 schaltet S1 aus.  

Diese Tabelle ist im Schalter S1 gespeichert.

Schaltet man mit T3 den S1 an und drückt dann nach beliebiger Zeit kurz T1 geht S1 nach weiteren 10 sec aus.
Schaltet man mit T1 kurz den S1 für 10 sec an aber innerhalb dieser Zeit mit T3 nochmal an, dann bleibt S1 nach Ablauf der 10 sec an.

Tasten sichtbar machen

Jeder Schalter hat interne oder eigene Tasten. Die Steckdose z.B. den Knopf der als Toggle funktioniert. Der Lichtschalter für Markensystem hat einen EIN und einen AUS Knopf.

Die internen Tasten kann man in FHEM sichtbar machen:
 set <device> regSet intKeyVisib visib  
 attr <device> expert 1  

normalerweise sieht man nach kurzer Wartezeit und Aktualiserung der Oberfläche jetzt die internen Register. Eventuell muss man noch die Register abholen:
 set <device> getConfig  

Zeitschalter direkt

Um z.b. eine Steckdose für 10 sec bei Knopfdruck lokal einzuschalten kann man folgendes programmieren:
 set <device> regSet shOnTime 10 self01  

shOnTime ist dabei das zuständige Register für kurzen (sh=short) Tastendruck. Es gibt auch Register für langen Tastendruck lg=long. Eine kurze Beschreibung der Register erhält man durch:
 get <device> regList  

In den Readings werden die Register mit dem jeweiligen verknüpften Taster angezeigt, in unserem Fall also:
 R-self01-shOnTime  

Der Defaultwert für shOnTime ist übrigens 111600 und bedeutet unendlich. D.h. die maximale einstellbare Zeit ist 111599 sec (knapp 31 Stunden). So kann man die Zeit löschen:
 set <device> regSet shOnTime 111600 self01  
oder
 set <device> regSet shOnTime unused self01  

Tastendruck simulieren
Das geht mit
 set <device> press short self01  

Kurz oder lang

Die internen Taster sind oft als Toggle und config Taster ausgelegt. Ein langer Tastendruck (4 sec) versetzt den Schalter in den config/Anlern Modus. Damit scheint es so zu sein, das bei diesen Schaltern kein long press von außen vorgesehen ist, obwohl die Register existieren und man lang press auch simulieren kann.

Praktisches Beispiel: Pool für eine Stunde schalten

Ich habe einen HM-LC-SW4-DR und der channel_01 schaltet die Poolzirkulationspumpe. Dies passiert Zeit gesteuert zweimal am Tag. Manchmal möchte ich im Keller diese Pumpe einfach für eine Stunde aktivieren, der Aktor ist bequem erreichbar an der Wand.
Die internen Tasten vom Hauptdevice (der Aktor hat vier Channel die in FHEM einzeln dargestellt werden) sichtbar machen:
 set LichtKeSW1 regSet intKeyVisib visib  
 attr LichtKeSW1 expert 1  

Jetzt sieht man im Channel 01 - LichtKeSW1_Sw01 den internen peer self01. (Channel 02 ist self02 usw.)
Also jetzt einfach die Zeit eintragen:
 set LichtKeSW1 regSet shOnTime 3600 self01  

Die Toggle Funktion der Taste bleibt erhalten. Ein zweiter Tastendruck schaltet die Pumpe auch sofort wieder aus.

Mittwoch, 5. August 2015

Installation der Openmediavault

Möglichkeiten zur Installation für den H340  

Ich habe noch einen alten Acer H340 den ich im letzten Artikel beschrieben habe. Den will ich jetzt ganz konkret mit openmediavault installieren, dazu hatte ich mehrere Ideen und Möglichkeiten. Was ich konkret probiert habe will ich hier zusammenfassen. Der Artikel soll keine komplette Installationsanleitung sein, sondern die Sammlung dessen was ich konkret getan habe. Zuerst hatte ich zwei Ideen wie ich den H340 installiere, obwohl er so etwas nicht ganz einfach unterstützt.

H340 User mode


  • JP3 auf dem Motherborad geschlossen
  • USB Tastatur
  • VGA am debug connector oder VGA Karte im PCI Stecksteckplatz
  • ISO Image auf USB Stick, wird im Front USB gesteckt
  • SDD oder HDD steckt im SATA Slot 0
  • Bootvorgang per Reset: power on, warten bis i blau blinkt, jetzt sofort Reset Knopf an der Rückseite drücken und nachdem i rot blinkt bootet die Installation vom USB Stick
  • Bootvorgang per Bootmenü: Im BIOS müssen einmal die Setup defaults geladen werden. Beim Bootvorgang F12 drücken und den USB Stick auswählen. Auf den Namen achten, nicht den SMI USB Stick auswählen! Es kann sein, dass man erst im Setup den USB Stick zum Start zulassen muss!

Virtual Box


  • HDD / SDD mit USB Adapter am Host anschließen
  • Aktuell war es keine gute Idee USB 3 Anschlüsse zu verwenden.
  • in der Datenträgerverwaltung die Festplattennummer (X) abfragen
  • Eingabeaufforderung als Administrator starten
  • Mit diesem Befehl die physikalische Platte für Virtual Box verfügbar machen:
     "C:\Program Files\Oracle\VirtualBox\VBoxManage.exe" internalcommands createrawvmdk -filename "<Pfad\Dateiname>.vmdk" -rawdisk "\\.\PhysicalDrive<X>"   
  • Virtual Box als Administrator starten
  • debian System mit Wizard erzeugen, IDE Controller löschen, SATA Controller verwenden
  • vorhanden Platte (vmdk von oben) verwenden 
  • ISO Image als CD Laufwerk einbinden
  • Virtuelle Maschine starten und mit F12 Start von CD erzwingen

Allgemein

Ich habe die Sprache deutsch ausgewählt und durch leeres root Kennwort den Benutzer "root" deaktiviert. Der erste Benutzer erhält damit die Möglichkeit mit "sudo" - gefällt mir besser.
Ist nur ein Laufwerk außer dem Installationslaufwerk vorhanden wird diese automatisch und Nachfrage neu und komplett partitioniert!
Sind mehrere Laufwerke vorhanden fragt die Installation nach.
Meine Festplatte wird so angezeigt:

SCSI1 (0,0,0) (sda) - 126.0 GB ATA SanDisk SDSSDP12

Nach der Konfiguration der System Festplatte vergeht einiges an Zeit zur Installation.
Am Ende wird nach dem Neustart gefragt. Der USB Stick kann stecken bleiben.
Die Installation und Konfiguration von openmediavault ganz allgemein ist hier ganz gut beschrieben

Abschluss der Basis Installation

Direkt am H340
Entfernen von Monitor und Tastatur
Entfernen USB Stick

An der Virtual Box
An der Console anmelden und eine Datei löschen:
sudo rm /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules
sudo poweroff
HDD vom Host auswerfen und in den H340 einbauen.
H340 neu starten, durch einen kurzen Piep wird erfolgreiche Start bestätigt

Anmelden an der openmediavault

Mit http://openmediavault kann man auf die Weboberfläche zugreifen wenn man den vorgeschlagenen Namen verwendet hat und im internen Netzwerk Namensauflösung funktioniert.
Der Benutzer für die Admin Oberfläche ist admin und das Passwort openmediavault.

Konfiguration der openmediavault

Folgendes habe ich nach der Installation durchgeführt

  • Allgemeine  Einstellungen / Sitzungslimit auf 0
  • Datum und Uhrzeit / ntp Server verwenden
  • Netzwerk / Schnittstellen / Bearbeiten / WOL einstellen
  • Benachrichtigungen / Email konfigurieren
  • Energieverwaltung / Einschaltknopf konfigurieren
  • Aktualisierungsverwaltung / Aktualisierung installieren (Nach der Installation von OMV 3 erhielt ich zunächst einen Fehlermeldung und die Aktualisierung lief nicht wie gewohnt. Es gab zwei Pakete mit 0 Byte Größe angezeigt. Ich habe diese Paket nicht mit ausgewählt und nur den Rest installiert. Danach war dieser Fehler für immer verschwunden)
  • Benutzer / Meinen Benutzer in die Gruppe SSH stecken
  • Dienste / SSH aktivieren

Einrichtung und Feinarbeiten

Festplatten konfigurieren

  • Reale Festplatten / bearbeiten / physikalische Platteneinstellungen 
  • S.M.A.R.T / Einstellungen / Laufwerke / Planmäßige Tests
  • RAID Verwaltung/ (nach einer Neuinstallation werden vorhandene Raids automatisch erkannt)
  • Dateisysteme / Erstellen / Einbinden

Freigabe einrichten

  • SMB/CIFS / aktivieren / Einstellungen
  • SMB/CIFS / Freigaben  / Hinzufügen / + /
  • Name eintippen / Datenträger auswählen / Öffentlich + Nur Gäste auswählen / Speichern (Freigegebenen Ordner) / Speichern (Freigabe) 
  • Anwenden
  • Die somit erzeugte Freigabe ist ohne Autorisierung nutzbar!

Im Terminal

Benutzer zum sudoer machen (nur Beispiel, die Datei kann beliebig heißen)

  • nano /etc/sudoers.d/22_<Benutzer>-nopasswd
  • <Benutzer> ALL=(ALL) NOPASSWD: ALL

Nacharbeit für die spezielle Hardware H340

  • Ansteuerung der i LED blau/rot
  • Ansteuerung der einzelnen HDD LED blau/rot
  • LED und Taster über Front USB
Edit August 2022: Einige Quellen im Internet sind weg, die aktuellen Systeme (OMV6) laufen mit systemd - deswegen habe ich diese Beschreibung aktualisiert.

Es gibt diverse Varianten von Treibern für diese LEDs. Einfach nach mediasmartserverd googeln und man wird fündig z.B. hier. Es ist relativ einfach diesen Treiber selbst kompilieren:

per ssh anmelden und Software installieren, das zweite Paket ist ein virtuelles und muss je nach System speziell ausgewählt werden. Danach wird die Quelle von Github herunter geladen, entpackt und compiliert.

sudo apt update
sudo apt install g++
sudo apt install libstdc++-dev
sudo apt install libudev-dev make
sudo apt install unzip
wget https://github.com/merelin/mediasmartserverd/archive/refs/heads/master.zip
unzip mediasmartserverd-master.zip
cd mediasmartserverd-master/
make
cd ..

Probestart (ctrl+c zum Beenden)

sudo ./mediasmartserverd

Funktioniert alles, kann man einen systemd Service einrichten. Die Unit Datei habe ich von hier.

sudo systemctl edit --full --force mediasmartserverd.service
sudo cp mediasmartserverd-master/mediasmartserverd /usr/local/sbin/
sudo systemctl enable mediasmartserverd.service
sudo systemctl start mediasmartserverd

Der Aufruf kann noch modifiziert werden, z.B. um die Helligkeit der LED einzustellen.

Erweiterungen installieren

Für openmediavault stehen zahlreiche Erweiterungen zur Verfügung. Und da in den grundlegenden Erweiterungen nicht allzu viel vorhanden ist gibt es noch die Erweiterung der Erweiterung. Hier vor allem "Autoshutdown"
Die Erweiterungen von omv-extras.org werden wie folgt hinzugefügt
Für OMV 2 diese Datei herunterladen.
Für OMV 3 diese Datei herunterladen.
Erweiterungen / hochladen / lokale Datei auswählen
Erweiterungen ganz unten / omvextrasorg x.xx / installieren

Es dauert irgendwie eine Weile und man muss die Ansicht aktualisieren aber dann sind die zusätzlichen Erweiterungen zu sehen und  unter System gibt es einen zusätzlichen Administrationspunkt für weitere Erweiterungen.

Nützliche Befehle

Ausschalten per Kommandozeile
sudo poweroff

Links und Hinweise

Aktuelle Anleitung Installation OMV
Automatische Installation debian