Samstag, 19. Dezember 2015

Windows 10 - alles easy?

Nachtrag 03.03.2016

Ich habe meine Desktop begonnen zu aktualisieren, schon zum dritten mal. Es gibt offenbar ein größeres Problem mit den Grafiktreibern. Allerdings habe ich an andere Stelle zwei PC und ein Notebook ohne jedes Problem aktualisiert! Ich habe eine AMD Radeon R9 200 Karte. Hier empfiehlt es sich offenbar auf der AMD Seite den aktuellen Treiber suchen zu lassen und über den AMD Installation Manager alles automatisch zu installieren. Dann kamen aktuell noch zwei Updates von Microsoft und nun funktioniert alles. Vorher hatte ich folgende Fehlerbilder:

  1. Monitor Standby führte zum dunklen Bildschirm forever, der PC lief irgendwie noch lies sich aber nicht mehr bedienen.
  2. Allerdings war Standby nicht Monitor aus, das Bild war dunkel aber der Monitor blieb an. Das war auch mit anderen Treibern und auf anderen PCs/Notebooks so, bei denen Fehler 1 nicht auftrat.
  3. Es gab immer mal "Löcher" im Bild, speziell Zeichen wurden nicht komplett dargestellt. Manchmal produzierte die Maus ein löchriges Viereck beim Bewegen.

Das Update

Windows 10 nervt penetrant in der unteren Ecke. Eine Möglichkeit das weg zu bekommen ist, dass Update auch auszuführen. Wer aber noch Geduld hat, sollte auch noch warten. Offenbar gibt es immer noch gravierende Verbesserungen - Bananenprodukt?

Seit Ende November 2015 gibt es die Version 1511, die ein Update auch durch Neuinstallation zulässt. Das Update erfolgt lediglich durch den alten Windows Key.

Jetzt war die Zeit für mich das Update zu versuchen!

Bei meinem Lenovo Yoga 2 Pro wurde der Key sogar sofort aus dem Bios ausgelesen und Windows 10 war sofort aktiviert.
Am längsten dauert auf dem Land das Download mit dem MediaCreationTool. Am Besten, man lädt die Installation als ISO Image, aus dem kann man im Handumdrehen auch einen bootfähigen USB Stick machen.

Den Stick einfach mit Diskpart einrichten und alle Dateien von dem gemounteten ISO Image auf den Stick kopieren.

Der EFI PC hat 7 Partitionen, die Datenträgerverwaltung zeigt uns aber nicht alle. Ich habe Partitionierung beibehalten um aber wirklich eine Neuinstallation zu machen habe ich die Windows Systempartition (die Fünfte bzw. in der angezeigten Datenträgerverwaltung die Vierte) formatiert.

Zur Sicherheit habe ich natürlich vorher die gesamte Platte mit einem Windows Image Backup gesichert und zusätzlich mit dem Dateiversionsverlauf die wichtigsten Dateien auf einem Netzlaufwerk gesichert. Leider übernimmt Windows 10 nicht alle Einstellungen und den Dateiversionsverlauf wie bei einer Neuinstallation Windows 8.1.

Nach dem Setup fehlen zunächst 8 Geräte mit Treibern im Gerätemanager. Video und Maus(Touchpad) laufen nur im Standardmodus, Bluetooth fehlt ganz.
Jetzt bloss nicht die Ruhe verlieren und hektisch irgendwelche Treiber von der Lenovo oder Komponenten-Hersteller Seite laden. Ich habe das Windows Setup zweimal gemacht! Offenbar ist es wichtig zunächst Windows Update zu bemühen. Windows Update ist allerdings unter Windows 10 echt verschlimmbessert, dazu später mehr.
Beim Update werden 7 Geräte mit Treibern versorgt, nur Intel Smart Connect (iSCT) erkennbar an der Geräte ID ACPI\INT33A0 bleibt unerkannt. Da hilft mir der Treiber von der von der Lenovo Seite weiter.
Das Update  lief über zwei Stunden (das Setup keine 15 min)! Früher konnte man den Update Verlauf einfach an einer Stelle erkennen, heute kämpft man sich durch Ereignis Protokolle. Von 11 Hardware Treiber Updates schlagen 10 laut Windows Update Protokoll fehl, aber am Ende sind wie gesagt 7 Geräte mit Treibern versorgt!? Den Intel HD Grafik Treiber will er in zwei Versionen installieren

Nach dem ersten Installationsversuch hatte ich einige Probleme, die offenbar dadurch verursacht wurden, dass ich versucht habe aktuelle Treiber zu installieren. Das kann ich derzeit nicht empfehlen!
  • Der Bildschirm flackerte ohne erkennbaren Zusammenhang, so das eine Arbeit und Bedienung unmöglich war. Unklar blieb auch welche Aktion das Flackern beendete.
  • Mehrfingergesten auf dem Touchpad funktionierten nicht immer.
  • Wenn sie funktionierten, würde häufig beim Scrollen (zwei Finger noch oben oder unten schieben) der Zoom aktiviert. Dies geht eigentlich durch die Kneifgeste, die wiederum wurde praktisch nicht erkannt.
Ich habe den Bildschirmtreiber nach der zweiten Installation sofort konfiguriert:

  1. Intel / HD / Grafik Eigenschaften / Energie / Batteriebetrieb
  2. Die "Automatische Bildschirmaktualisierung" (PSR) in der "Steuerung für Intel HD Grafik" deaktivieren.
  3. Helligkeitssteuerung deaktivieren


Die Helligkeitssteuerung des Displays ist an zwei Stellen aktiv: In den Energieoptionen von Windows und im Grafiktreiber. Entweder kämpfen diese beiden miteinander oder die Helligkeitssteuerung im Grafiktreiber ist inkompatibel. Auf alle Fälle muss man mindestens eine deaktivieren, offenbar arbeiten die wirklich separat - was keinen Sinn macht! Mit der Helligkeitssteuerung von Windows kann ich ganz gut leben, die des Grafiktreibers flackert derart und reagiert oft sehr eigentümlich. Ich finde diese unbrauchbar.

Das Verhalten des Touchpads konnte ich nach der ersten Installation nicht korrigieren. Alle Versuche der gründlichen Treiberdeinstallation und Registry Bereinigung haben die ordentliche Funktion nicht wieder hergestellt.
Deshalb habe ich die zweite Installation durchgeführt, jetzt funktioniert das Touchpad wie gewünscht, auch die Mehrfingergesten.
Allerdings wird beim 2 Finger Scrollen öfters gezoomt, man kann das zwar wieder "zusammenkneifen", aber mich hat das gestört. Ich habe die Kneifgeste deaktiviert (Windows + I und dann Maus und Touchpad Optionen Erweitert...). 

Update ziemlich streng

Und nun - alles gut? Naja Microsoft ist auch bei den Updates für mich etwas über das Ziel hinausgeschossen. Man hat nur noch die Wahl zwischen Update und Update. Die frühere Wahl Neue Updates suchen und benachrichtigen ist gestrichen wurden. Dafür kann man jetzt bestimmte Updates "verschieben". Sehr schön wenn nach dem Aufklappen des Notebooks die 2 Mbit DSL Leitung für 2 Stunden dicht ist und man sich nicht wehren kann. Kann man doch ...


Donnerstag, 10. Dezember 2015

Lenovo Yoga 2 Pro vom USB Laufwerk starten

In Vorbereitung eines Windows 10 updates wollte ich mal sehen ob mein Boot Stick funktioniert. Das war ziemlich frustrierend! Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, unter welchen Umständen ein USB Boot Medium am Lenovo Yoga 2 Pro erkannt wird, wenn man es einfach nur ansteckt.
Eventuell ist das Ganze ja auch eine Besonderheit von "EFI PCs" mit spezieller Partitionierung und Recovery.
Ich will hier beschreiben mit welchen Schritten es bei mir nachvollziehbar funktioniert hat.

Ausgangszustand

Das Y2P wurde mit installiertem Windows 8 pro ausgeliefert.
Der Windows Key ist im BIOS (ACPI / MSDM) hinterlegt.
Als Default im BIOS ist EFI Secure Boot und USB Boot ist aktiviert.

Frustierend

Jeder Versuch über Bootmenü oder BIOS Setup einen USB Stick oder ein USB CD-ROM zum Booten zu überreden wurde zunächst ignoriert. Egal ob EFI Bootmedium oder Legacy Medium, egal ob EFI USB Stick mit MBR Partition oder GPT/GUI Partition.

Wiederherstellungmodus


Das Betriebssystem steuert den EFI Start wesentlich, dass muss man offenbar im Hinterkopf behalten. Will man also zuverlässig von einem USB Gerät booten geht man so vor:

entweder Kurz

Mit Windows-I Windows X oder wie auch immer zu dem Menü navigieren wo man mit der Maus auf Neustart drücken kann. Vor dem Klick auf die Maustaste aber die "Shift Taste" der Tastatur gedrückt halten. Es wird die Wiederherstellungskonsole gestartet.


oder Lang

Man hangelt sich über verschiedene Charm Leisten, Suche oder die Systemsteuerung zu dem Punkt
Update / Wiederherstellung
Der dritte Punkt in der Wiederherstellung ist der "Erweiterte Start"

Dann wird Windows beendet und startet ohne BIOS Schirm in die Wiederherstellungskonsole. Dort geht man auf den Punkt "Ein Gerät verwenden".


Jetzt sieht man alle angeschlossenen Boot Datenträger, wenn man im BIOS Legacy Mode gewählt hat sogar die EFI Datenträger doppelt, einmal EFI einmal Legacy. (Der Y2P hat kein CD/DVD Laufwerk, ein USB CD/DVD Laufwerk wird beim Start als USB Laufwerk behandelt.)

Auf alle Fälle bleiben die USB Sticks nach meiner Erfahrung im Bootmenü sichtbar, die CD/DVD Laufwerke verschwinden sobald man sie einmal abgesteckt hat. Man hat also in Zukunft die Chance auch direkt aus dem Bootmenü vom USB Stick zu starten - oder auch nicht.


Wie startet man den Y2P überhaupt?

Der Y2P hat einen kleinen runder Knopf neben dem normalen Einschaltknopf. Den kann man nicht mit dem Finger, maximal mit dem Fingernagel betätigen.

Dieser funktioniert als spezieller Einschaltknopf und hat im normalen Betrieb keine Bedeutung.
Danach erscheint ein Menü:


Jetzt kann man neben dem Setup auch das Bootmenu auswählen.
Im Bootmenü kann man einfach den Ausschalter drücken um eventuell noch einmal den "OKR Knopf" zu drücken, es gibt nämlich kein "zurück". Den "OKR Knopf" kann auch während eines Neustarts in den Moment drücken, wo die Beleuchtung des Ausschaltknopfes (und die Tastaturbeleuchtung, falls aktiviert) ausgeht.




BIOS und Default Werte

Ich habe bei meinen Einstellungen im BIOS festgestellt, dass es offenbar nicht das Gleiche ist, wenn man die EFI Boot Parameter einzeln im Menü einstellt (Boot Menü und Security Menü) oder per F9 als Default Werte lädt. Deswegen gebe ich die klare Empfehlung - Den Boot Mode auswählen:
Man will von einem EFI Medium starten









Man will von einem Legacy oder EFI Medium starten










Und anschließend mit F9 die Default Werte laden und mit F10 sichern!

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Backup und Restore von FHEM

Backup ist immer eine gute Idee und sollte regelmäßig erfolgen. Noch viel wichtiger ist, dass man das Backup auch durch einen Restore verifiziert hat!
Viele machen Backup - aber kontrollieren?
Oder wie geht Restore?

Was soll gesichert werden? 

Wichtig ist die Applikation (FHEM) getrennt vom System (Raspbian) zu sichern. Man will ja mal das System neu machen, neue Hardware, neue Raspbian Version usw. Man kann nicht immer davon ausgehen, das man ein komplettes System Image auf einer anderen Hardware wieder einfach zum laufen bekommt.
Meine Vorgehensweise für ein komplettes Restore:
  • Systemimage neu aufspielen
  • Anpassung machen: Hostname, ev. IP, Sprache, Zeit usw. (geht auch per Script)
  • Install Script laufen lassen (siehe hier)
  • Restore FHEM 

Backup FHEM

Backup kann man direkt in FHEM in der Oberfläche machen:
  • backup in der Kommandozeile eingeben oder
  • als Automatik vorm Update einrichten
  • oder per FHEM Geräte Definition als regelmäßiger Job
Wichtig ist in jedem Fall, dass man dafür sorgt, dass das Backup auch auf ein anderes Gerät übertragen wird und nicht nur lokal auf der SD Card liegt. Wenn die mal kaputt geht wäre es sonst blöd...
FHEM führt das backup seit geraumer Zeit  im Hintergund aus, dass Problem mit doppelten Backups durch Browser Refresh ist damit Geschichte (hier noch beschrieben). Im Log entsteht ein Eintrag beim Start, und ein Eintrag wenn es fertig ist:
 Backup with command: tar -cf - fhem.cfg ...  
 Backup done  

Restore FHEM

Mit Winscp kopiere ich die gewünschte/aktuelle Backup Datei aus meinem Sicherungs-Verzeichnis auf das neue System nach /home/pi. Damit umgehe ich Schreibrechte, muss nichts verbiegen und es bleibt quasi eine temporäre Datei. 
FHEM sollte jetzt beendet sein! Entweder mit shutdown in der FHEM Kommandozeile oder über Terminal (siehe unten).
Die eigentliche Wiederherstellung des Programmpfades erfolgt so:
 sudo tar -xvzf /home/pi/FHEM-201xxxxx_xxxxxx.tar.gz -C /opt/fhem/  
FHEM wieder starten und fertig, vorausgesetzt man hat System seitig bei der Neuinstallation nichts vergessen. Die alten Befehl funktioniert auch unter Jessie noch:
 sudo invoke-rc.d fhem start  
 sudo invoke-rc.d fhem stop  

Unter Jessie funktioniert es jetzt mit Systemd: 
 sudo systemctl start fhem  
 sudo systemctl stop fhem